Open-Air-Bühne statt Parkhaus
Bürgerinitiative hat Pläne für Kulturquartier

Peter Gnielczyk von der Bürgerinitiative Fasanenplatz vor dem Parkdeck. Das marode Bauwerk soll verschwinden und Platz für das Kulturquartier machen.
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  • Peter Gnielczyk von der Bürgerinitiative Fasanenplatz vor dem Parkdeck. Das marode Bauwerk soll verschwinden und Platz für das Kulturquartier machen.
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Die Universität der Künste (UdK), das Haus der Berliner Festspiele und die Bar jeder Vernunft – drei unterschiedliche Kultureinrichtungen befinden sich auf dem Areal zwischen Bundesallee, Meierotto- und Schaperstraße. Das bietet Potential für ein Open-Air-Kulturquartier, das für alle offen ist. Die Bürgerinitiative Fasanenplatz hat ganz konkrete Vorstellungen.

Die Bürgerinitiative kämpft seit 2002 Jahren um eine Aufwertung des Areals zwischen den drei Häusern. Als erstes müsse das hässliche Parkdeck verschwinden. An Stelle des maroden Bauwerks soll das Kulturquartier entstehen. „Wir stellen uns hier unter anderem eine Open-Air-Bühne vor, auf der sich die Studenten aus den Masterklassen der UdK der Öffentlichkeit präsentieren können oder hier proben können. Mit Sommerfesten oder Theaterfestspielen könnte der Platz belebt werden“, beschreibt Peter Gnielczyk von der Bürgerinitiative die Visionen der Anwohner. Auch die Gestaltung des Quartier hat Gnielczyk schon klar vor Augen: Das Areal könnte wie eine Plaza gestaltet werden, die von allen Seiten und für jeden zugänglich ist. „Man könnte dann gewissermaßen vom Ku'damm zur Spichernstraße flanieren“, sagt er. Die Bar jeder Vernunft, die jetzt noch auf dem Parkdeck ihren Standort hat, soll an die Schaperstraße umgesetzt werden und einen Biergarten erhalten. „Das wäre eine wahnsinnige Aufwertung“, ist Gnielczyk überzeugt. Jetzt sehe es hier noch wie ein Hinterhof aus. Mit diesen Ideen hat Architekt und Mitglied der Bürgerinitiative, Professor Wilfried Wang, einen Masterplan entwickelt.

Inzwischen ziehen auch die Berliner Festspiele, die Universität der Künste und die Bar jeder Vernunft mit der Bürgerinitiative an einem Strang. Die drei Chefs der Kulturinstitutionen sind sich einig, dass das Quartier zu einem lebendigen, öffentlichen Areal werden soll. „Wir haben es geschafft, dass sich die drei zusammengefunden und über die Zukunft des Quartiers ausgetauscht haben“, freut sich Gnielczyk. Nach fast 20 Jahren hätte die Bürgerinitiative alles erreicht, was sie erreichen wollte. Es liegt jetzt ein Nutzungskonzept vor, das auch vom Berliner Abgeordnetenhaus getragen wird. Ebenso unterstützen alle Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung, außer der AfD, die Umgestaltungspläne. Ende vergangenen Jahres forderten die Abgeordneten den Senat auf, die Entwicklung des Quartiers voranzubringen. Dazu sei im Vorfeld ein umfangreicher Abstimmungsprozess mit allen beteiligten Einrichtungen und Akteuren nötig, teilte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) mit. Auch das Bezirksamt müsse eingebunden werden.

Voraussetzung für den Start des Umgestaltungsprozesses sind erfolgreiche Verkaufsverhandlungen mit dem Investor. Denn um das Parkhaus abreisen zu können, muss der Investor das Grundstück verkaufen. Es sei gar nicht unwahrscheinlich, dass sich der Grundstückseigentümer auf einen Verkauf einließe. Sein Grundstück allein wäre für eine Bebauung nicht geeignet. Er müsste Flächen dazu kaufen. Doch diese befinden sich im Eigentum des Bundes und des Senates.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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