Bärenstarke Rückrunde für den Wittenauer SC Concordia

Angreifer Marcel Madsack (gelb) hatte mit 17 Treffern maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des Wittenauer SC Concordia.
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  • Angreifer Marcel Madsack (gelb) hatte mit 17 Treffern maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des Wittenauer SC Concordia.
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Wittenau. Die Fußballer vom Wittenauer SC Concordia haben sich mit einer bärenstarken Rückrunde doch noch den Klassenerhalt in der Landesliga sichern können und werden damit zum ersten Mal in ihrer 106-jährigen Vereinsgeschichte eine vierte Spielzeit in Folge in dieser Liga absolvieren.

Mit 25 Punkten nach der Winterpause – in der Hinrunde hatte Concordia nur mickerige zehn Zähler sammeln können – schob man sich am vorletzten Spieltag in der Tabelle doch noch am Lokalrivalen 1. FC Lübars vorbei und konnte sich den Klassenerhalt sichern. „Natürlich hatten wir aber auch Glück“, gestand Holger Seidel, Vorsitzender der Wittenauer, ohne Umschweife ein. „Wenn Lübars am letzten Spieltag den TuS Makkabi schlägt, dann steigen wir ab. Und das war durchaus im Bereich des Möglichen.“ Doch der 1. FC Lübars verlor das Spiel sehr unglücklich mit 1:2 – und der Wittenauer SC war gerettet.

Mit acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer waren die Wittenauer aus der Winterpause gekommen. Seidel selbst hatte die Chancen auf den Klassenerhalt damals auf nur noch 40 Prozent beziffert. „Ausschlaggebend für unsere tolle Rückrunde und die erfolgreiche Aufholjagd waren die ersten drei Spiele, die wir alle gewinnen konnten. Das hat uns einen enormen Schub gegeben“, erinnerte sich Seidel. Durch Siege gegen Gatow, Biesdorf und den FC Internationale gewann man in Wittenau auch wieder den Glauben daran, den Ligaverbleib noch möglich zu machen. Ein treffsicherer Marcel Madsack, mit 17 Toren bester Wittenauer Schütze, ein nach halbjähriger Auszeit ins Team zurück gekehrter Benjamin Lamprecht, kongenialer Partner von Madsack im Sturm, sowie eine Leistungsexplosion vom Regionalliga erfahrenen Kevin Neuhaus, der endlich das abliefern konnte, was man in Wittenau schon lange von ihm erwartet hatte, waren wichtige Faktoren. „Letztlich hat aber die gesamte Mannschaft in der Rückrunde ein anderes Bild abgeliefert“, so Seidel.

Bleibt noch ein Sachverhalt zu klären: Ein Fußball-Fachmagazin hatte Manipulationsgerüchte um den Wittenauer 8:3-Sieg beim 1. FC Neukölln am 22. Mai ins Spiel gebracht. Seidel dementierte energisch: „Die Neuköllner hatten zu diesem Zeitpunkt schon drei Partien in Folge verloren. Für sie war die Saison faktisch gelaufen. Und dass die Truppe am Abend zuvor den Geburtstag ihres Spielertrainers Michael Fuß gefeiert hat, die Partie am Sonntagmorgen um 10 Uhr angepfiffen wird und die halbe Neuköllner Mannschaft völlig neben sich steht, ist nun wirklich nicht unsere Schuld.“ Und die Tatsache, dass Michael Fuß und Wittenaus Trainer Karsten Steffan miteinander bekannt seien, ließ Seidel ebenfalls nicht gelten. „Im Berliner Fußball habe ich viele gute Bekannte wie jeder andere Fußballer und Verantwortliche auch. Das heißt aber nicht, dass permanent Spiele verschoben werden.“ Ganz im Gegenteil wie Seidel abschließend erläuterte: „Wir selbst haben im Jahr 2011 einen Manipulationsversuch beim Berliner Fußballverband zur Anzeige gebracht, weil ein Klub uns 1000 Euro geboten hatte, wenn wir gegen ihn verlieren würden. Jeglichen Vorwurf in dieser Art weisen wir ganz klar von uns.“ min

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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