Abriss oder Fertigstellung? CDU-Politiker schlägt Neubau des BER-Terminals vor

Berlin. Pleiten, Pech und Pannen am BER. Seit dem Baustopp am Hauptterminal wird eine hitzige Debatte über die Zukunft des Flughafens geführt.

Auch nach dem Stillstand der Arbeiten wegen Statikproblemen aufgrund zu schwerer Entrauchungsventilatoren gibt es weiterhin Probleme am Flughafen BER. So entsprechen zahlreiche Wände nicht den geforderten Brandschutzbestimmungen. Auch ist bereits bekannt, dass die geplante Größe des Flughafens nicht für die steigende Zahl an Passagieren reichen wird. Ob der errechnete Kostenrahmen und der Eröffnungstermin im Herbst 2017 eingehalten werden können, erscheint mehr als fraglich.

Der brandenburgische CDU-Abgeordnete Jens Koeppen fordert deshalb, auch den Gedanken an einen Neubau des Gebäudes zuzulassen. „Es darf keine Denkverbote geben, in keine Richtung“, sagte er in einem Interview mit der B.Z. Ein Neubau könne größer und nach aktuellen Vorschriften errichtet werden.

Plakatives hilft nicht weiter

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld sieht die Sachlage ganz anders. Er rechnet mit nur drei bis vier Monaten Verzug. Die Flughafengesellschaft werde auch zukünftig auf „Vorgänge aus der Vergangenheit stoßen, die auf den ersten Blick unfassbar erscheinen“. Die Probleme mit den Wänden seien so ein Thema. „Aber dieses Thema ist in den derzeitigen Projektstatus eingepreist“, so Karsten Mühlenfeld. „Was hier plakativ von politischer Seite vorgebracht wird, hilft nicht weiter", meinte auch der Flughafenkoordinator der Brandenburger Landesregierung, Rainer Bretschneider, vor der Sitzung des Flughafen-Sonderausschusses im Landtag. Das erhöhe nur die Zeit- und Kostenprobleme.

Jens Koeppen wiederum plädiert dafür, die Notbremse zu ziehen. „Was nützt es, wenn wir es nicht hinbekommen und weiterhin gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen?“, gab der CDU-Abgeordnete gegenüber der B.Z. zu Bedenken. sr

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