Mitteilung im Berliner Amtsblatt
Schlachtensee ist jetzt offiziell ein Berliner Ortsteil

Jetzt ist es amtlich: Der Bezirk hat einen achten Ortsteil. Mit der Bekanntmachung im Amtsblatt von Berlin vom 11. Dezember wurde Schlachtensee offiziell zum Ortsteil von Steglitz-Zehlendorf erklärt, benannt und ist auch in den amtlichen Karten verzeichnet.

„Wir hatten es nicht mehr zu hoffen gewagt, dass die offizielle Verkündung des Ortsteils Schlachtensee im Berliner Amtsblatt noch vor Weihnachten erfolgt“, freut sich Dirk Jordan, Lokalhistoriker und Gründer der Initiative „Wir-in-Schlachtensee“. Nun also kann der 11. Dezember als „Geburtstag“ des neuen Ortsteils gefeiert werden. „In einer Zeit, in der es ja nicht viele gute Nachrichten gibt, freut uns das umso mehr. Es passt gut zu Weihnachten“, so Jordan weiter. Der neue Ortsteil wird nun unter anderem begrenzt durch die Potsdamer Chaussee, Wasgenstraße, Spanische Allee, Straße am Schlachtensee, Avus und Fischerhüttenweg. Die Ortsteile Zehlendorf und Nikolassee wurden entsprechend der Fläche von Schlachtensee eingeschränkt.

Schon seit November 2016 bemühte sich die Ortsteil-Initiative „Wir-in-Schlachtensee“ darum, dass Schlachtensee wieder ein eigenständiger Ortsteil wird. Immerhin war Schlachtensee bis zur Gründung von Groß-Berlin vor 100 Jahren Ortsteil der eigenständigen Landgemeinde Zehlendorf. Auch das sei ein gutes Datum, das genau 100 Jahre später aus der Ortslage wieder ein Ortsteil wird, sagt Dirk Jordan.

Mit der Hochstufung zum Ortsteil werde nicht nur das Wir-Gefühl gefördert, es könnten auch infrastrukturelle Probleme in Angriff genommen werden. Da ist zum Beispiel die verkehrlich schwierige Situation in der Breisgauer Straße. Darüber hat die Initiative kürzlich mit Vertretern der BVV-Fraktionen gesprochen. „Unsere Änderungsvorschläge trafen auf offene Ohren und es wurde uns zugesagt, das Thema im Verkehrsausschuss zu behandeln“, teilt Jordan mit.

Getrübt wird die Freude, weil es keine Ortsteil-Schilder gibt. Solche Beschilderungen gebe es üblicherweise in Berlin nicht, teilt das Straßen- und Grünflächenamt mit. Das seien „straßenverkehrsrechtlich angeordnete Verkehrszeichen“. Touristische Erwägungen oder Identifikation mit einem Ortsteil spielten im Straßenverkehrsrecht keine Rolle. Das sei sehr bedauerlich, erklärt Dirk Jordan. Der Verein sei daher bereit die Finanzierung zu übernehmen.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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