Die Einheit auf den Köpfen: Festival „Futur 25“ blickt zurück und nach vorne

Wann? 04.09.2015 bis 06.09.2015

Wo? Radialsystem, Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin DE
Einst Symbol der Teilung, heute ein Ort der Kunst und Touristenmagnet. Rund um die East Side Gallery findet die Futur 25 statt, die sich mit der Vergangenheit und Zukunft Deutschlands beschäftigt. (Foto: Thomas Frey)
Berlin: Radialsystem |

Friedrichshain-Kreuzberg. Am 3. Oktober wird der 25. Jahrestag der Deutschen Einheit gefeiert. Was hat sich seither verändert? Und wie wird unsere Zukunft aussehen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Festival „Futur 25“, das vom 4. bis 6. September entlang der Spree im einstigen Grenzgebiet stattfindet.

Der Ort ist bewusst gewählt. Hier verlief bis 1989 ein Abschnitt der Mauer, die Ost- und West-Berlin trennte. Und hier sind mit der East Side Gallery an einem der wenigen Orte in der Stadt noch immer Teile des Betonwalls zu sehen. Auch wenn daraus bereits seit 1990 eine Kunstmeile wurde.

Nicht weit davon entfernt befindet sich das Radialsystem in der Holzmarktstraße 33, das zum Festivalzentrum wird. Während der drei Tage gibt es dort zahlreiche Diskussionsrunden, Zeitzeugengespräche, aber auch Filme, Poetry Slam oder eine Modenschau. Sie lassen die vergangenen 25 Jahre Revue passieren, fragen aber auch, wie sich Deutschland im kommenden Vierteljahrhundert entwickeln wird.

Außerdem wird das Radialsystem am 5. und 6. September zu einem besonderen Friseursalon. Jeweils von 14 bis 18 Uhr können sich Besucher ihre Haare im Stil der späten 80er und frühen 90er Jahre richten lassen. Die Aktion steht unter dem Motto: Die Einheit auf den Köpfen und geht der Frage nach, ob sich Ost und West nicht bereits vor der Wiedervereinigung in puncto Haarpracht sehr ähnlich waren.

Ebenfalls ein durchgehendes Programm bietet das Yaam an der Schillingbrücke. Neben Musik, Theater oder Party geht es hier am 4. September um 18 Uhr auch um Mauerkunst seit 25 Jahren.

Unter dem Titel „Trümmern und Träumen“ stehen zahlreiche Angebote in Berliner Clubs, wie dem Watergate, Falckensteinstraße 49, FluxBau, Pfuelstraße 1 oder Tresor in der Köpenicker Straße 70. Sie beschäftigen sich mit der seit 1990 entstandenen Subkultur, die längst zu einem auch internationalen Anziehungspunkt geworden ist.

Und am Abend des 5. September werden zwischen 21 und 24 Uhr private Film- und Fotoaufnahmen aus der Wendezeit am Anleger der Mercedes-Benz Arena an der Mühlenstraße auf eine spektakuläre Leinwand aus Wasser projiziert.

Eröffnet wird Futur 25 am 4. September um 10 Uhr durch Bundesinnenminister Thomas de Maizière und eine Jugendkonferenz unter dem Titel #MachtZukunft. Organisatoren sind das Bundesinnenministerium sowie die Bundeszentrale für Politische Bildung. tf

Der Eintritt zu den meisten Veranstaltungen ist frei. Bei einigen ist eine Anmeldung nötig. Alle Informationen unter http://futur25.bpb.de..
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