CDU-Politiker stimmen Investor um

Dahlem. Das Paulinum-Gelände an der Altensteinstraße wird anders bebaut als vorgesehen. Die ursprünglichen Pläne von Diamona & Harnisch passten nach Ansicht des CDU-Kreisverbandes nicht zur Umgebung.

Vor allem die Höhe und die Masse der geplanten Bebauung stießen auf Bedenken. Zuviel und zu uniform, hieß es. Im dem neuen Entwurf, den der Bauträger Ende Januar präsentieren will, soll es nach Auskunft von Baustadtrat Norbert Schmidt (CDU) ein Drittel weniger Masse geben. Abgelehnt hatten die alten Baupläne vor allem die Nachbarn und der CDU-Kreisverband.

Dessen Kreisvorsitzender Thomas Heilmann und sein Stellvertreter Karl-Georg Wellmann, zugleich Dahlemer Ortsvorsitzender, hatten den Investor, Alexander Harnisch, zwei Mal vor Weihnachten getroffen, um ihm die Aussichtslosigkeit seines Vorhabens klarzumachen. Sie überzeugten ihn, sein Projekt an der Ehrenberg- und Wichernstraße sowie dem Reichensteiner Weg zu überarbeiten. Dortige Anwohner hatten auf einer Bürgerversammlung im vergangenen Jahr ihren Unmut über die "dicken weißen Klötze" geäußert. (Die Berliner Woche berichtete.)Auch CDU-Bürgermeister Norbert Kopp hatte die D&H-Pläne abgelehnt. Allein der Baustadtrat war dem 12 700 Quadratmeter großen D&H-Vorhaben mit 63 Wohnungen und 70 Tiefgaragenplätzen eher zugetan.

Laut Wellmann wäre die Realisierung der alten Pläne "eine Katastrophe" für die Umgebung Dahlems gewesen. Justizsenator Heilmann und er hätten Bauträger Harnisch überzeugt, dort Bauten zu errichten, die "architektonisch in die Landschaft passen, keine Fremdkörper." Zu der von den Nachbarn und den CDU-Politikern als "angemessen" beurteilten Architektur gehören laut Wellmann klassische Dächer auf nicht zu massiven Gebäuden ohne große Glasflächen.

Der Baustadtrat spricht von einem "schwierigen Prozess", der noch einmal von vorn beginnt. Statt einem würden nun mehrere Architekten mit dem Projekt befasst. Nach Schmidt herrscht Konsens über die Baumasse, nicht jedoch über die Verteilung. Auch eine Bürgerversammlung werde es noch einmal geben. Noch im Frühjahr rechnet er mit dem Baubeginn.


Martinus Schmidt / mst
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