Ersatzgebäude für Arndt-Schule wohl erst 2016 fertig

Unpassend modern und vor allem ohne Feuerschutz. Der Münter-Bau an der Arndt-Schule muss täglich bewacht werden. (Foto: M. Schmidt)

Dahlem. Die Verzögerung eines Neubaus am Arndt-Gymnasium in Dahlem hat die CDU auf den Plan gerufen. Beschlossen wurden die Baupläne 2008. Die Schule leidet unter akuter Raumnot.

Seit fünf Jahren soll die renommierte Oberschule in der Königin-Luise-Straße 80 umgebaut werden. Doch bis heute kommt der Bau nicht in Gang. Die jüngste Anfrage des CDU-Fraktionsvize David Eckel an das Bezirksamt löste auf der Bezirksverordnetenversammlung eine heftige Debatte aus. Laut dem zuständigen Stadtrat Michael Karnetzki (SPD) werden die rund acht Millionen Euro teuren Anbauten kaum vor 2017 fertig.Nach Karnetzkis Angaben habe nicht das Hochbauamt des Bezirks die Verzögerungen zu verantworten. Viele Maßnahmen seien teurer geworden als geplant. Als die fünf Millionen Euro-Grenze überschritten wurde, musste der Senat eingeschaltet werden. Dies hatte weiteres Warten zur Folge. Senat und Schulamt hätten erneut die Vorplanungsunterlagen eingesehen und geprüft. Zudem sei ein Architektenvertrag erst nach über einem Jahr unterschrieben zurückgesandt worden. Offenbar gab es Differenzen über die Höhe des Honorars.

Provisorien zu beiden Seiten der über 100 Jahre alten Gemäuer der Arndt-Schule sollten durch Neubauten überflüssig werden. Für den Neubau der Mensa waren drei Milllionen Euro angesetzt, 1,8 Milllionen für den Ersatz des sogenannten "Münter-Baus" mit Klassenräumen, Sporthalle und Lehrerzimmer.

Aus Mangel an Brandschutzanlagen hält täglich von 8 bis 16 Uhr eine "Brandschutzfachkraft" Wache. Seit vier Jahren achtet Andreas Vogl in dem rosafarbenen Kasten darauf, dass kein Feuer ausbricht und die Fluchtwege frei sind. Einmal im Jahr gibt es Probealarm. "Gott sei Dank ist noch nichts passiert", sagt der 39-jährige Brandwächter, der regelmäßig die Gänge und in den Pausen die Klassenräume inspiziert. "An unserer Schule herrscht akute Raumnot, besonders die zehnten Klassen sind betroffen", sagt Schulleiterin Ute Stäbe-Wegemund. Wer eine der vier Klassen dieses Jahrgangs besuche, sei täglich auf Wanderschaft in einen freien Raum. Nur eine der beiden Turnhallen wird als solche genutzt. Die andere dient als Lehrerzimmer.


Martinus Schmidt / mst
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