Grundsteinlegung am Oskar-Helene-Heim

Bürgermeister Norbert Kopp (CDU) und Architekt Arnold Ernst beim Versenken der Grundsteinbombe. (Foto: M. Schmidt)

Dahlem. Für das Gesundheitszentrum auf dem 38-Hektar-Areal zwischen Clay- und Argentinischer Allee wurde jetzt der Grundstein gelegt. Mit dem Projekt "Eins" ist das Bauland in Dahlem weitestgehend verplant.

Genau 100 Jahre nach der Einweihung des Oskar-Helene-Heims durch Kaiserin Auguste Viktoria hat Bürgermeister Norbert Kopp (CDU) am selben Ort zusammen mit dem Bauherrn Arnold Ernst den Grundstein für ein neues Gesundheitszentrum gelegt. Kopp sprach von "einem guten Tag für Dahlem" und "ambitionierter Zielsetzung."Ernst und sein Compagnon Jürgen Kahl wollen bis 2015 gut 40 Millionen Euro auf dem Gelände investieren und ein bundesweites Modellprojekt für ambulante integrierte Gesundheitsversorgung errichten. Nach Kahls Worten sollen verschiedene Krankheitsbilder "kollegial abgearbeitet werden können."

So entstehen in vier Häusern Einrichtungen für Orthopädie, Neurologie, Rehabilitationsmedizin, Augenheilkunde, Dermatologie und Chirurgie, dazu ein OP-Zentrum, Zahnklinik und verwandte Dienstleistungsbetriebe wie Apotheke und Akustiker. Daneben baut die MeridianSpa GmbH aus Hamburg für 20 Millionen Euro ein Wellness Center und die Firma Ayano für zehn Millionen Euro eine Seniorenresidenz.

13 Jahre lang war das Oskar-Helene-Heim verwaist. Ernst lobte die "Beharrlichkeit" des Bezirks, an diesem Standort weiter medizinische Einrichtungen haben zu wollen. Dies sei eine kluge "Unbeugsamkeit eines kleinen Dorfes im Südwesten". Der Bezirk habe im Sinne der Gründer Oskar und Helene Pintsch entschieden, den Standort weiter zu entwickeln. Das Fabrikantenehepaar stiftete 1913 das Kapital für die orthopädische Behandlung von versehrten Kindern armer Leute auf dem Gelände.

Bis auf die Direktorenvilla und das Schwesternheim ist das nun Geschichte, die Wehmut hinterlässt. Für Sonnabend, 19. Oktober, laden die neuen Eigentümer von 10 bis 14 Uhr zum "Abschied von Oskar und Helene" auf dem Gelände ein. Wer will, man kann noch einmal in die alten Gebäude gehen.


Martinus Schmidt / mst
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