Am Denkmaltag gibt es im Hansaviertel viel zu entdecken

Im Hansaviertel gibt es am Denkmaltag viel zu entdecken. (Foto: Liptau)

Hansaviertel. Jedes Jahr am zweiten Wochenende im September öffnen sich in Berlin die Türen. Beim Tag des offenen Denkmals am kommenden Wochenende, 7. und 8. September, können Besucher in der ganzen Stadt auf Entdeckungstour gehen. Das Hansaviertel ist dabei besonders stark präsent.

Wer sich erst einmal einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und die einzelnen Bauten des Viertels verschaffen will, kann am Sonnabend, 7. September, an einer der drei Führungen teilnehmen, die der Bürgerverein Hansaviertel an diesem Tag anbietet. Um 10 und 15 Uhr gehen die Teilnehmer unter dem Titel "Das Hansaviertel der Interbau 1957" auf Tour. Um 12.30 Uhr wird es einen Rundgang geben, bei der unter dem Motto "Das Alte im Neuen - Spurensuche im Berliner Hansaviertel" die ältere Geschichte des Quartiers im Mittelpunkt stehen wird. Die 50er-Jahre-Bauten rund um den Hansaplatz sind zur Internationalen Bauausstellung "Interbau" im Jahr 1957 von hochrangigen Architekten errichtet worden. Von dem teilweise schwer zerstörten und nach dem Krieg vollständig beräumten "alten" Hansaviertel ist dabei kaum etwas übrig geblieben. Der Bürgerverein Hansaviertel macht sich derzeit mit anderen Initiativen und dem Senat dafür stark, dass das Viertel zusammen mit der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain und Mitte in die Unesco-Welterbeliste eingetragen wird. Der Verein bittet um Anmeldung zu den Führungen unter 60 05 56 71. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. Detaillierte Einblicke wird es in die Akademie der Künste und die evangelische Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche geben. Durch die Akademie am Hanseatenweg 10 wird an beiden Tagen geführt. Am Sonnabend startet der Rundgang um 14 Uhr, am Sonntag um 15 Uhr. Am Sonnabend laden zudem internationale Stipendiaten zur "Künstlernacht". Ab 18 Uhr präsentieren sie dabei ihre eigene Kunst beispielsweise in Form von Filmen und Performances. Weitere Informationen dazu gibt es unter 200 57 15 57.

Die Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche steht den Besuchern am Sonnabend von 14 bis 18 Uhr offen. Der Bau, der zwischen 1956 und 1957 nach Plänen des damaligen Senatsbaudirektors Ludwig Lemmer entstanden ist, steht auf den Fundamenten des zerstörten Vorgängerbaus und bildet mit seinem hoch aufragenden Turm den städtebaulichen Abschluss des Hansaviertels im Süden. Führungen werden während der Öffnungszeit nach Bedarf angeboten.

Das ausführliche Programm zum Tag des offenen Denkmals gibt es im Internet auf www.berlin.de/denkmaltag. An beiden Tagen gibt es zudem ab 10 Uhr persönliche Beratungen unter 96 51 33 16.

Ralf Liptau / flip
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