Der Reichtum der Vielfalt: Frauenzentrum Paula Panke startet neue Veranstaltungsreihe

Wann? 11.03.2017 11:00 Uhr

Wo? Khadija-Moschee , Tiniusstraße, 13089 Berlin DE
Astrid Landero ist Projektmanagerin des Frauenzentrums Paula Panke. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Khadija-Moschee |

Pankow. Das Frauenzentrum Paula Panke startet eine neue Reihe. Unter dem Motto ‚Vom Reichtum der Vielfalt‘ wird es bei uns 2017 zahlreiche Veranstaltungen geben“, sagt Astrid Landero, die Projektmanagerin des Frauenzentrums.

„Dieses Thema hat viele Facetten, zum Beispiel die Vielfalt der Menschen und ihrer Anschauungen oder auch die Vielfalt von Interessen und von Lebensumstände. Wir möchten zeigen, wie uns all diese Vielfalt bereichert. Man muss sie nur als Chance wahrnehmen“, sagt sie. In dieser Reihe findet am 11. März von 11 bis 16 Uhr zunächst ein Besuch in der Khadija-Moschee statt. Anlässlich des Weltfrauentages veranstaltet die Frauenorganisation der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde dort eine Feier. Für Kinderbetreuung und das leibliche Wohl ist gesorgt. Frauen, die teilnehmen möchten, melden sich unter  48 09 98 46 oder per E-Mail an frauenzentrum@paula-panke.de an und erfahren dann Näheres.

Eine nächste Veranstaltung ist dann ein Vortrag zum Thema „Frauen kritisieren das Patriarchat im Islam, im Christentum und im Judentum“. Er ist für den 23. März um 19 Uhr im Frauenzentrum in der Schulstraße 25 geplant. Zu diesem Thema spricht Sabine Kebir.

Mit der neuen Reihe setzt das Frauenzentrum ein Projekt fort, das vor sechs Jahren begann. „Seitdem nehmen wir uns immer wieder einen neuen Jahres-Schwerpunkt vor“, so Astrid Landero. „In den vergangenen Jahren widmeten wir uns unter anderem den Themen Älterwerden und alternative Wohnformen für Frauen.“ Mit der neuen Reihe möchten die Paula-Frauen natürlich auch für ein tolerantes und friedliches Miteinander von Menschen aller Nationen werben. Vor allem geht es ihnen dabei auch um geflüchtete Frauen. Einige von ihnen nutzen das Frauenzentrum inzwischen als Treffpunkt.

„Unser Engagement für geflüchtete Frauen begann vor einem Jahr. Seinerzeit luden wir Frauen aus Pankower Unterkünften am 8. März zu einem Frauenfest ein“, sagt Astrid Landero. „Wir waren von der Resonanz überrascht. Fast 90 kamen, einige sogar mit Kindern. Es war eine tolle Atmosphäre. Seitdem kommen etliche Frauen regelmäßig zu uns.“ So gibt es inzwischen jeden Freitag ein Frauenfrühstück, an dem geflüchtete und Pankower Frauen teilnehmen. Außerdem gibt es ein Meet&Eat-Kochangebot, bei dem Interessierte mit geflüchteten Frauen in Kontakt kommen können. Weiterhin trifft sich mittlerweile eine feste Gruppe von Frauen aus Syrien, Afghanistan und Irak regelmäßig bei Paula Panke zu geselligem Beisammensein. „Für sie ist unser Treff inzwischen wie ein zweites Wohnzimmer“, sagt Astrid Landero.

„Wichtig ist uns, dass wir nicht für die geflüchteten Frauen gesonderte Angebote schaffen“, meint die Projektmanagerin. „Wir integrieren sie in bestehende.“ Gerade konnte das Frauenzentrum eine zusätzliche Schutzwohnung einrichten, in die geflüchtete Frauen aufgenommen werden, die von häuslicher Gewalt bedroht sind. Um noch besser mit geflüchteten Frauen kommunizieren zu können, sind dem Frauenzentrum übrigens Berlinerinnen willkommen, die arabisch sprechen und bei Bedarf übersetzen können. BW

Weitere Informationen gibt es unter  485 47 02 und auf www.paula-panke.de.
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