Bei weitem kein Kavaliersdelikt: Ausstellung zum Thema „Gewalt an Frauen“

Wann? 12.12.2017 14:00 Uhr

Wo? Katholische Hochschule für Sozialwesen, Köpenicker Allee 39, 10318 Berlin DE
Berlin: Katholische Hochschule für Sozialwesen |

Um für das Thema Gewalt an Frauen zu sensibilisieren zeigt das Brandenburgische Netzwerk Frauenhaus die Ausstellung „rosaRot“ über sein gleichnamiges Projekt. Zu sehen ist sie in der Katholischen Hochschule für Sozialwesen.

Gewalt gegen Frauen kennt viele Formen - in allen Kulturen und Ländern ist das Thema präsent. 14 830 Fälle von häuslicher Gewalt wurden 2016 in Berlin erfasst. In Lichtenberg suchten im laufenden Jahr bereits 848 Frauen Hilfe bei der Polizei oder flüchten sich in eines der sechs Berliner Frauenhäuser.

Um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren, hat der Verein „Brandenburgisches Netzwerk Frauenhäuser“ das Projekt „rosaRot“ entwickelt. Dazu schickt er eine Ausstellung durchs Land. Sie kommt jetzt auch nach Lichtenberg: Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und der Präsident der Katholischen Hochschule für Sozialwesen, Ralf-Bruno Zimmermann, eröffnen die Schau gemeinsam am Dienstag, 12. Dezember, um 14 Uhr an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in der Köpenicker Allee 39.

Zu sehen sind die Rollups begleitend zu einer Vorlesungs- und Veranstaltungsreihe anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen schon ab Mittwoch, 8. Dezember und bis einschließlich Freitag, 17. Dezember. Der Eintritt ist frei. Die Schau ist für sehbehinderte Menschen geeignet und barrierefrei. Über einen QR Code sind die Stimmen prominenter Frauen abrufbar, die über die Inhalte der Ausstellung sprechen.

Im Anschluss an die offizielle Ausstellungseröffnung erklärt Professor Barbara Kavemann in einem Fachvortrag die „Handlungsspielräume der Sozialen Arbeit“ bei Gewalt in Paarbeziehungen. Denn noch immer wird Gewalt gegen Frauen häufig als Kavaliersdelikt und Privatsache abgetan. Ziel der Ausstellung ist es, diesem verharmlosenden Blick die Perspektive der Gedemütigten und Verletzten entgegen zu setzen. Um die Opferperspektive geht es dabei nicht: Die porträtierten Frauen fordern die Betrachtenden dazu auf, Initiative zu ergreifen und nicht mehr länger weg-zusehen.
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