Auf jeder Wand des Trafohäuschen ein anderes Karow-Motiv

Marios Chalkopios und Dagmar Marquard setzten sich für die neue Gestaltung ein. Auf einer Seite blickt man durch ein Fenster in das "Bilder-Stübchen". (Foto: BW)

Karow. Viele Jahre war es ein Schandfleck, jetzt ist es ein richtiger Hingucker: das Trafohäuschen in der Blankenburger Chaussee 86. Auf allen vier Seiten des Häuschens finden sich heute Bilder mit Karower Motiven.

Noch vor zwei Monaten sah das ganz anders aus. Da gab es auf den Wänden unzählige Kritzeleien. Das ärgerte die Anwohner. Durch die Schmierereien sah das Trafohäuschen heruntergekommen aus. Bei einem Bier unterhielt sich Anwohnerin Dagmar Marquard mit dem Wirt der Gaststätte Bilder-Stübchen darüber. Wenn man aus deren Fenster schaut, sieht man genau auf das etwa 2,50 Meter hohe Bauwerk. Wirt Marios Chalkopios berichtete ihr, dass auch andere Gäste schon meinten, dass da was passieren müsse. Er habe zwar einen Künstler an der Hand, aber man wird das Haus sicher nicht so einfach umgestalten dürfen.

Dagmar Marquard setzte sich daraufhin mit dem zuständigen Mitarbeiter der Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin AG, Claus Lutterodt, in Verbindung. Der war von diesem Engagement angetan und stimmte einer künstlerischen Gestaltung zu. Zwei Künstler von "Apolloart" entwickelten Entwürfe, wie die vier Wände gestaltet werden könnten. Beim Stammtisch des CDU-Ortsverbandes, der sich monatlich im "Bilder-Stübchen" trifft und an dem Dagmar Marquard immer teilnimmt, wurden die Entwürfe diskutiert und modifiziert.

Die Stromnetz Berlin AG war von dem Projekt so begeistert, dass sie die Kosten in Höhe von 4000 Euro sponserte. Im Dezember gestalteten die zwei Künstler das Häuschen. Auf der einen Wand sind die Karower Teiche und die historische Landung eines Heißluftballons in Karow zu sehen. Auf einer weiteren Wand wirft jemand einen Blick durch ein Fenster ins "Bilder-Stübchen". Wand Nummer drei zeigt ein Feuerwehrmotiv, und auf der vierten Wand rollt ein Karower Wirt ein Bierfass in den Keller.

Nach den positiven Erfahrungen mit dem ersten Trafohäuschen will Dagmar Marquard weitermachen. "Ich habe weitere Objekte in Karow ausfindig gemacht und stehe mit Herrn Lutterodt in Verbindung", sagt sie. "Gern würde ich auch von Schülern ein Trafohäuschen gestalten lassen."


Bernd Wähner / BW
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