Karower Gemeindehof soll ein Backhaus bekommen

Aus dem Toilettenhaus soll ein Backhaus werden, erklärt Pfarrer Gerhard Witte. (Foto: BW)

Karow. Auf dem Gemeindehof in Alt-Karow 8 wird demnächst wieder gebaut. Das alte Toilettenhäuschen mitten auf dem Hof soll zu einem Backhaus umgebaut werden.

Die Idee brachte Pfarrer Gerhard Witte aus dem Urlaub mit. Auf einem Campingplatz sah er, welche Anziehungskraft Brot aus einer Feldbäckerei auf die Menschen hat. Weil das alte Toilettengebäude auf dem Hof so gar nicht auf den inzwischen umgebauten und sanierten Gemeindehof passt, entwickelte die Gemeinde das Projekt Backhaus. Die Untere Denkmalschutzbehörde gab für die Umsetzung bereits grünes Licht. "Noch im Herbst wollen wir unser Vorhaben realisieren", erklärt Pfarrer Witte. Im Backhaus soll dann zu besonderen Anlässen frisches Brot gebacken werden. Neben dem Backhaus steht noch ein zweites Vorhaben an. Über die großen Tore zur früheren Scheune sollen als Witterungsschutz Vordächer aufgebaut werden. Diese werden aus Stahl und Glas bestehen. Auch dieses Projekt ist mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt. Nach diesen beiden kleinen Projekten ist dann mit dem Bauen auf dem Gemeindehof vorerst Schluss.

Auf dem früheren Bauernhof Alt-Karow 8 tobt nämlich seit drei Jahren bereits neues Leben. Seinerzeit war der Gemeindehof offiziell eingeweiht worden. Die Stadtmissionsgemeinde Karow war bereits 2005 auf den großen Hof aus dem Jahre 1898 gezogen. Von Anfang an hatte sie vor, das Gehöft aus- und umzubauen. Im Frühjahr 2009 begannen die Bauarbeiten. Inzwischen ist der Hof nicht wiederzuerkennen. "Die Scheune ist zu einem modernen Gemeindezentrum umgebaut worden", berichtet Pfarrer Gerhard Witte. Im Saal finden Gottesdienste und Veranstaltungen statt. Des Weiteren befinden sich dort Gruppenräume für die Gemeindearbeit sowie ein Mehrzweckraum.

Völlig neu gebaut wurde auf dem Gehöft ein Kindergarten. "Im Kindergarten betreuen wir 75 Kinder. Wir hätten ihn aber doppelt so groß bauen können, die Nachfrage nach Kitaplätzen in unserer Region ist riesig", sagt Witte. Betreut werden die Kinder unabhängig von der Konfession.

Im hinteren Teil des Gemeindehofs wurde im vergangenen Jahr noch ein Spielplatz aufgebaut. Dort treffen sich jeden Nachmittag ab 15.30 Uhr bis zu 30 Eltern mit ihren Kindern. Gerhard Witte nutzt die Gelegenheit, mit Eltern über Alltagsthemen zu sprechen. "Viele der Eltern würden wohl nie das Gespräch mit dem Pfarrer suchen. Aber wenn ich mich in meiner Arbeitskluft zu ihnen geselle, dann reden wir ganz ungezwungen miteinander."

Gleich neben dem Spielplatz haben die jüngeren Mitglieder der Stadtmissionsgemeinde einen Beachvolleyballplatz angelegt. Dort wird freitags ab 17 Uhr gespielt. Ein weiterer Bestandteil des Hofs sind acht Seniorenwohnungen. Diese entstanden im früheren Bauernwohnhaus sowie über der Kita. Auch diese Wohnungen sind komplett vermietet. Investiert wurde aber nicht nur in Bauwerke und Spielanlagen auf dem Gehöft, sondern auch in die Außengestaltung. So entstand neben der Scheune eine große Terrasse, die für die Trödelcafés der Gemeinde genutzt wird. Das nächste findet am 22. August von 15 bis 18 Uhr statt. Vorbereitet werden die Trödelcafés von 40 ehrenamtlichen Helfern. Weil die Vorbereitung immer sehr aufwendig ist, findet das Trödelcafé nur noch an bestimmten Donnerstagen und Sonnabenden statt.

Weitere Informationen gibt es auf www.gemeindehof.de.

Bernd Wähner / BW
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