Karower kamen zum Erfahrungsaustausch

Karow. Über Probleme mit und in ihren Wohnungen tauschten sich über 100 Karower kürzlich bei einer Mieterversammlung aus. Dazu eingeladen hatten der Mieterverein Karow und die Linkspartei in die Aula der Robert-Havemann-Oberschule.

Steigende Mieten und Betriebskosten sowie die in die Jahre gekommene Neubausiedlung Karow-Nord: Das sind Themen, die viele der Mieter umtreiben. Das Karower Neubaugebiet wurde in den 90er-Jahren zu 90 Prozent aus öffentlichen Mitteln finanziert. Die Wohnungen befinden sich jedoch weitgehend in privater Hand. Die Vorsitzende des Mietervereins Karow, Erika Klostermeier, forderte, dass die privaten Wohnungsgesellschaften mehr tun müssten, damit Wohnen zu bezahlbaren Preisen in Karow attraktiv bleibe.

Die steigenden Nebenkosten sind für Mieter der Neubauwohnungen immer wieder ein Ärgernis. Über 70 Prozent der Betriebskostenabrechnungen seien fehlerhaft, erklärt Klostermeier. Die rührige Karowerin gründete nach eigenen schlimmen Erfahrungen 2009 den Mieterverein im Ortsteil. Dem gehören inzwischen 50 Mitglieder an. Weit mehr sympathisieren mit ihm.

Der Vorsitzende der Linkspartei im Pankower Nordosten, Sascha Schlenzig, betonte auf der Veranstaltung, dass sich die Linken für die Verbesserung des Wohnumfeldes und gegen Mietsteigerungen engagieren würden.

Katrin Lompscher, wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, begrüßte in ihrem Diskussionsbeitrag unter anderem, dass der Senat erkannt habe, dass die Mietsteigerungen für immer mehr Berliner unerträglich seien.

Auch dass Zehntausende Mietwohnungen fehlten, sei inzwischen klar. Doch bisher vorgelegte Konzepte des Senats greifen aus ihrer Sicht viel zu kurz.

Mehr zum Mieterverein ist bei der Vereinsvorsitzenden Erika Klostermeier unter 32 89 11 36 zu erfahren. Weitere Infos gibt es unter http://www.mieterverein.berlin-karow.de/.

Bernd Wähner / BW
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