Lärmschutz-Initiative informiert über Entwicklungen im Pankower Norden

Karow. Zu einer "Lärmwerkstatt" lädt die "Bürgerinitiative Berlin Nord/Ost - Gesund leben an der Schiene" (BINO) ein. Am 15. März ab 15 Uhr gibt es viele Neuigkeiten zum Lärmschutz und Planfeststellungsverfahren für die Strecke Nordkreuz - Karow - Blankenburg zu berichten.

Im Saal des Restaurants "Il Castello" in der Karower Straße 1 erfahren die Pankower unter anderem, welche Bauaktivitäten von der Deutschen Bahn AG in der Region geplant sind und welche Lärmschutzmaßnahmen in deren Rahmen vorgesehen sind. Des Weiteren werden erste Ergebnisse von Lärmmessungen vorgestellt. Schließlich wird eine Studie präsentiert, in der untersucht wurde, wie Schienenverkehr langfristig zu Gesundheitsschäden führen kann.

Diese zu vermeiden, darum geht es den Mitstreitern der BINO vor allem. Zu der Initiative schlossen sich Bürger aus Buch, Karow und Blankenburg, die an der Bahntrasse wohnen, 2010 zusammen. Viele Jahre lang ertrugen sie den Bahnlärm. Der entsteht vor allem durch den Güterverkehr. Sie hofften, dass die Bahn im Zuge des Ausbaus ihrer Streckennetze auch etwas für den Lärmschutz tun würde. In der Region tat sich bislang aber nichts. Im Gegenteil: Der Güterverkehr nimmt zu. Damit steigt nicht nur der Lärmpegel, auch die Erschütterung der Häuser wird spürbarer.

Die Bürgerinitiative organisierte Foren und Demonstrationen, bei denen sie auf ihre Probleme aufmerksam machte. Nun gibt es Hoffnung, dass sich etwas tut. Die Bahn will von 2015 bis 2020 ihr Streckennetz in der Region ausbauen. Und sie Bahn scheint auf die Bürger zuzugehen. Diesen Eindruck haben BINO-Mitglieder, die kürzlich an einer Informationenveranstaltung zur Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens für den Ausbau der Strecke Nordkreuz - Karow - Blankenburg teilnahmen. Schon allein die Tatsache, dass das Bahnunternehmen DB Netze von sich aus die BINO einlud und die Veranstaltung in konstruktiver Atmosphäre stattfand, wird als positives Signal gewertet. Die vorliegenden Informationen lassen die begründete Hoffnung zu, dass sich für viele Bürger deutliche Verbesserungen nach den anstehenden Bauarbeiten ergeben werden, erklärt Ralf Driesener von der BINO.


Bernd Wähner / BW
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