Wasserbetriebe planen geschlossenen Regenkanal

Karow. Die Boenkestraße musste vom Bezirksamt erneut aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Das teilte Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) in seiner Antwort auf eine Anfrage des Verordneten Johannes Kraft (CDU) mit.

Bereits vor einem Jahr kam es wegen erheblicher Wasseransammlungen zu einer mehrwöchigen Sperrung. Im Zusammenhang mit dem Bau des Nordausgangs am Bahnhof Karow war die Straße 2011 gerade erst auf Vordermann gebracht worden. Wie sich zeigte, funktionierte aber die Regenwasserableitung nicht wie geplant. Vorgesehen war nämlich, das Oberflächenwasser von der Fahrbahn und vom Gehweg in eine zwischen Fahrbahn und Böschung gelegene Mulde abzuleiten. Was theoretisch funktionieren sollte, klappte in der Praxis aber gar nicht. Es gibt in diesem Bereich offenbar viel Schichtenwasser.Die Wasserbetriebe schlugen vor einem Jahr als Lösung ein sogenanntes Mulden-Rohr-Rigolen-System vor. Dieses sollte an den Regenwasserkanal in der Streckfußstraße angeschlossen werden. Seit März 2012 wird der Bau der geschlossenen Regenwasserableitung von den Wasserbetrieben vorbereitet. Im August gab es mit dem Bezirk bei einem Termin vor Ort eine Zwischenabstimmung. "Die hydraulische Bemessung ist im Dezember 2012 mit dem Ergebnis abgeschlossen worden, dass eine geschlossene Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers ab nördlichem Ausgang S-Bahnhof Karow in Richtung Streckfußstraße möglich ist", erklärt Kirchner. Seitdem wird bei den Wasserbetrieben weiter an der Planung und der Klärung der Finanzierung gearbeitet. Es ist nach Schätzung der Wasserbetriebe davon auszugehen, dass der Bau etwa 530 000 Euro kosten wird. Auch in diesem Winter kam es erneut zum gleichen Wasser- und Glatteisproblem wie im vergangenen Jahr. Für Stadtrat Kirchner ist klar: "Bis zu den geplanten Baumaßnahmen der Berliner Wasserbetriebe sind Sperrungen wegen Oberflächenwasser nicht zu vermeiden."


Bernd Wähner / BW
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