Steffi Jawer ist die neue Pfarrerin in Kaulsdorf

Steffi Jawer freut sich auf ihre Arbeit in der evangelischen Kirchengemeinde Kaulsdorf. (Foto: hari)

Kaulsdorf. Die neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Kaulsdorf, Steffi Jawer (44), wird mit einem Gottesdienst am Sonntag, 21. April, in ihr Amt eingeführt.

"Mich hat die Größe der Kirchengemeinde gereizt", erklärt Steffi Jawer (44) über ihre neue Pfarrstelle. "Mein Mann und ich wollten in eine städtische Umgebung." Zwölf Jahre hat sie zuvor zwei kleinere dörfliche Gemeinden südlich ihrer Heimatstadt Potsdam betreut. Dadurch verfügt die 44-Jährige bereits über einen reichen Erfahrungsschatz in der Seelsorge einer Kirchengemeinde. Ihre neue Gemeinde eröffne eine Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten, freut sich Steffi Jawer. Sie möchte Konzerte organisieren und neue Formen des Gottesdienstes anbieten, in der die Musik eine besondere Rolle spielt. "Und ich finde es schön, dass die Gemeinde einen eigenen Kindergarten hat".

Zunächst werde sie genau hinsehen, was ihre Vorgänger aufgebaut haben. Das Gespräch mit den Menschen in der Gemeinde wolle sie suchen - auch mit den Mitgliedern, die nicht regelmäßig den Gottesdienst besuchen. Und sobald als möglich wolle sie sich mit dem Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde treffen. "Die ökumenische Arbeit liegt mir am Herzen", sagt sie.

Weil sie sich kirchlich engagierte, konnte sie in der DDR nicht auf dem direkten Weg das Abitur machen. Sie absolvierte stattdessen eine Berufsausbildung in der Datenverarbeitung und erhielt die Hochschulreife in einem Abendkurs an der Volkshochschule. Von 1990 bis 1994 studierte sie dann an den Evangelischen Hochschulen in Potsdam und Berlin Gemeindepädagogik. "Die humanwissenschaftlichen Fächer haben mir viel für den Umgang mit Menschen und deren Verständnis gegeben", erläutert sie.

Nach der Geburt ihres jüngsten Sohnes, ging sie im vergangenen Jahr in Elternzeit. Sie nahm jetzt von der Möglichkeit Gebrauch, nach rund einem Jahrzehnt Amtszeit, die Gemeinde in der Landeskirche zu wechseln.

Die Potsdamerin hat drei Söhne und wohnt bereits im Pfarrhaus in der Dorfstraße. Sie hat sich gegen vier Mitbewerber durchgesetzt und tritt die Nachfolge von Pfarrerin Christine Radziwill an, die im Januar eine Stelle in Doberlug-Kirchhain im Süden Brandenburgs angetreten hat.

Der Gottesdienst mit Superintendent Hans-Georg Furian zur Amtseinführung von Steffi Jawer beginnt am Sonntag, 21. April, um 10 Uhr in der Jesus-Kirche, Dorfstraße 12.

Harald Ritter / hari
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