Erste Strickmützen konnten schon verkauft werden

Die Schülerfirma hatte ihre ersten Erfolge - Pudelmützen kommen aus Lichtenrade. (Foto: KT)

Lichtenrade. Pudelmützen mit und ohne Bommel sind in diesem Jahr ganz groß in Mode gekommen. Schüler der 11. Klasse des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums haben den Trend angeschoben.

Nach den vorigen Sommerferien hatten 17 Schüler im Rahmen eines Junior-Projektes eine Schülerfirma "MutZe" gegründet. Die Idee für die Produktion von Pudelmützen hatte Cedric Thomzig. Er wollte mit anderen Schülern Pudelmützen von Seniorinnen stricken lassen und sie dann verkaufen. So wurde im August die Schülerfirma gegründet. "Es ist schon die zweite Schülerfirma an unserm Gymnasium", erklärte der Lehrer Michael Dannenberg. Er hatte die Idee von einer Weiterbildungsveranstaltung beim Deutschen Institut für Wirtschaft in Köln aufgegriffen.

Die Schülerfirma funktioniert wie eine ganz normale Firma auch. So hat die Firma natürlich auch mit Isabelle Braun und Nicole Gudyma einen Vorstand. Es gibt die Marketingabteilung und die Werbung. Außerdem sind die Schüler Mitglied im UnternehmerNetzWerk Lichtenrade. Die Schülerfirma muss sich anmelden, Lohn, Steuern und Sozialabgaben zahlen. Nur macht sie dies nicht beim Wirtschaftsamt oder dem Finanzamt im Bezirk, sondern beim Projekt Junior.

Die ersten Erfahrungen konnten die Schüler auf dem Lichtenrader Weihnachtsmarkt sammeln. Sie haben ihre ersten Mützen verkauft und sogar das Angebot von einem Geschäft aus der Bahnhofstraße erhalten, Mützen nur für den Modeladen zu produzieren. Es kamen auch ältere Frauen, die für sie stricken wollen. Die "Selbstgestrickten" werden in Lichtenrade wieder modern.

"Wir haben Senioren in der Umgebung gesucht, die für uns stricken möchten", berichtet Nicole Gudyma. Die Strickerinnen bekommen die Wolle und ein Strickmuster und können loslegen. Für ihre Arbeit bekommen sie entweder einen Lohn oder Hilfe im Haushalt.

Bei den ersten Verkaufsaktionen hat sich schon gezeigt, dass nicht jeder Schüler auch verkaufen kann. "Das müssen wir also noch trainieren", meinte der Lehrer. Auch auf die Qualität müssen die Schüler künftig achten, denn es gab Beschwerden, dass einige Fäden nicht richtig vernäht worden sind.

Die nächsten Schritte in diesem Jahr stehen schon fest. Der Wirtschaftsplan muss fertig werden. Die Schüler arbeiten an einer eigenen Internetseite. Bisher sind sie nur im sozialen Netzwerg bei: www.facebook.com/mutzemz vertreten. Ein Logo ist schon entworfen und soll dann in die Mützen eingenäht werden.

Auch an den Berichten müssen die Schüler noch arbeiten, denn über alle Aktivitäten wird an das Juniorprojekt ( www.juniorprojekt.de) ein Protokoll abgegeben. Außerdem möchten die Schüler nicht nur stricken lassen, sondern es sind Nachmittage geplant, an den sie in gemütlicher Runde selbst stricken wollen.

"Die Überschüsse aus unserer letzen Schülerfirma haben wir an einen Klub gespendet", erklärte Michael Dannenberg. Das wollen sie jetzt auch machen, natürlich in Absprache mit den Anteilseignern. Außerdem möchten die Schüler mit ihrem Gewinn auch die Abi-Feier mit finanzieren.


Klaus Tessmann / KT
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