Verkehrsministerium mahnt Tunnel für Dresdner Bahn an

Lichtenrade. Überraschender Vorstoß aus dem Bundesverkehrsministerium bezüglich der Tunnelforderung für die Dresdner Bahn. Staatssekretär Michael Odenwald (CSU) fordert Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) zum Gespräch.

In einem Brief erinnert der Staatssekretär den Senator explizit an die Lichtenrader Tunnelklausel in der Berliner Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU und beklagt, dass bislang überhaupt noch kein Senatsvertreter das Gespräch mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in dieser Angelegenheit gesucht hätte. Müllers "Einverständnis vorausgesetzt" hat Odenwalds Büro dem Senator vorige Woche eine kurzfristige Terminvereinbarung für ein Gespräch angeboten. Odenwald war kürzlich vor Ort in Lichtenrade und hat den massiven Bürgerprotest (die Berliner Woche berichtete) mitbekommen. Der Politiker fürchtet wohl, dass der "Schwarze Peter", sollte der Tunnel nicht gebaut werden und die Bahn ihre Schnellzugleise ebenerdig quer über die Bahnhofstraße verlegen, an seinem Ministerium hängen bleiben könnte. Und nur, weil sich das Land Berlin nicht rührt. Dabei heißt es in der SPD/CDU-Koalitionsvereinbarung immerhin wörtlich: "Die Koalition spricht sich für eine schnelle Realisierung der Dresdner Bahn - auch für den Flughafen-Express - aus. Das Land Berlin setzt sich beim Bund für eine Tunnelführung der Dresdner Bahn im Bereich Lichtenrade ein, unter Berücksichtigung des entsprechenden Landesanteils." Das ist bislang offenbar nicht passiert, wie auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak aus Lichtenrade nach mehreren folgenlos gebliebenen Briefen an den Regierenden, ebenfalls aus Lichtenrade stammenden Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bestätigt.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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