Förderverein der Naturschutzstation besteht seit 20 Jahren

Die Leiterin der Naturschutzstation und der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins, Joachim Wernstedt, feierten mit zahlreichen Gästen die Erfolge. (Foto: Wrobel)

Malchow. Jedes Jahr besuchen weit über 30 000 Besucher die Naturschutzstation Malchow in der Dorfstraße 35. Wer mehr über die Natur vor der eigenen Haustür lernen will, ist hier goldrichtig.

Vor 20 Jahren wurde der Förderverein Naturschutzstation Malchow e. V. gegründet. Aus einer Idee wurde eine Berliner Einrichtung, die ihresgleichen sucht. Hier können sich junge und erwachsene Naturliebhaber jedes Jahr bei rund 60 unterschiedlichen Veranstaltungsthemen über die heimische Natur informieren, an Führungen teilnehmen und praktisch erlernen, wie Natur- und Artenschutz funktioniert. Heute hält der Verein neben der Naturschutzstation Malchow mit der "Blockhütte im Grünen" und dem "Naturschutzzentrum Schleipfuhl" zwei Außenstellen, die berlinweit für Umweltbewusstsein sorgen. Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Verein auch in der Landwirtschaft aktiv, bewirtschaftet nicht nur Streuobstwiesen, sondern insgesamt rund 140 Hektar Land. Hier helfen in den Naturschutzgebieten unter anderen Robustrinder bei der Bewirtschaftung.

Aus einer Einrichtung, die ursprünglich Umweltbildung für Kinder und Jugendliche schaffen wollte, ist ein großes Netzwerk geworden. "Es hat sich seit der damaligen Vereinsgründung in Kellerräumen am Wartenberger Weg also etwas getan", freut sich auch Joachim Wernstedt, der Vorstandsvorsitzende des Vereins. "Wir haben permanent unser Spektrum der Umweltbildung erweitert, auch durch die Zusammenarbeit mit Zoo- und Wildtierforschern, den Berliner Wasserbetrieben oder der BSR", erklärt Wernstedt. Die Biologin Beate Kitzmann, heute Leiterin der Naturschutzstation Malchow, kann sich noch gut an die Anfänge erinnern: "Ich kam frisch von der Uni. Damals hatte ich erlebt, dass Kinder oft mehr Automarken kannten, als Tierarten. Umweltbildung war für mich deshalb entscheidend." Viele Projekte wurden seitdem lanciert, eines der wichtigsten feierte vergangenes Jahr seine Eröffnung: In der ersten Berliner Naturscheune gibt es die umfassende Ausstellung "NaturRäume" zu sehen und auch das beeindruckende Ensemble an Aquarien mit heimischen Süßwasserfischen. Das "Storchencafé" bietet zudem lukullischen Naturgenuss.

Die Erfolgsgeschichte des Vereins ermutigt die Mitglieder, Mitarbeiter und Ehrenamtliche, weiterzumachen: Denn nach dem Umbau der Naturscheune sollen auch die beiden Stallgebäude auf dem Drei-Seiten-Bauernhof endlich saniert werden. Hier soll nicht nur der Hofladen integriert werden, der naturbelassene Produkte anbietet. "Geplant ist eine Ausbildungsstätte für Landschaftspfleger", sagt Joachim Wernstedt. Die Sanierung der Gebäude wird etwa 1,2 Millionen Euro kosten und soll unter anderen mit EU-Fördermitteln erfolgen. "Wenn das klappt, können wir schon nächstes Jahr ans Werk gehen", so Beate Kitzmann.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen gibt es unter www.naturschutz-malchow.de.

Karolina Wrobel / KW
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