Heines Geburtstag gebührend gefeiert: „Duo Rostfrei“ tritt gleich zweimal in Pankow auf

Wann? 14.12.2017 20:00 Uhr

Wo? Zimmer 16, Florastraße 16, 13187 Berlin DE
Der Rezitator Franz-Josef Knipschild und der Akkordeonisten Peter Fieback treten mit ihrem Heine-Programm in Pankow auf. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Zimmer 16 |

Mit zwei Auftritten in Pankow zelebriert das „Duo Rostfrei“ in den nächsten Tagen den 220. Geburtstag von Heinrich Heine.

Das „Duo Rostfrei“, das sind zwei echte Oldtimer. Es besteht aus dem Rezitator Franz-Josef Knipschild (83) und dem Akkordeonisten Peter Fieback (80). Beide kennen sich schon ewig. Sie haben eine ähnliche Vita. Knipschild erlernte einst den Beruf eines Bäckers, Fieback war Eisenbahner. Auf dem zweiten Bildungsweg machten sie Abitur, studierten und wurden Lehrer. Als Kollegen lernten sie sich vor 50 Jahren kennen.

Allerdings sattelte Knipschild 1991 erneut um. Der Theaterwissenschaftler und Germanist war als Lehrer vor allem im theaterpädagogischen Bereich tätig. Dem Theater wollte er sich nun ganz widmen. Deshalb gründete er die Seniorentheatergruppe „Rostfrei“. Diese gibt es inzwischen in ursprünglicher Form nicht mehr. Viele Jahre trat Knipschild, der in Pankow wohnt, solo als Rezitator auf.

Vor zwei Jahren tat er sich mit Peter Fieback zum „Duo Rostfrei“ zusammen. Seitdem treten sie gemeinsam mit literarisch-musikalischen Programmen auf. Fieback ist Musiker aus Leidenschaft. Mit zehn Jahren begann er Bandoneon zu spielen. Und auf Theaterbühnen tritt er immer wieder als Laien-Schauspieler auf, zum Beispiel am Maxim-Gorki-Theater.

Während Knipschild mit viel Ausdruck Texte rezitiert, begleitet Fieback mit seinem Akkordeon das Programm. Dass sich die beiden für ihr neues Programm Texte von Heinrich Heine vornahmen, ist dem anstehenden Jubiläum geschuldet. Am 13. Dezember wird nämlich der 220. Geburtstag dieses bedeutenden deutschen Dichters begangen.

Diesen Geburtstag zelebriert das „Duo Rostfrei“ mit einer Collage aus Lyrik, Prosa und Musik. Zu hören sind Texte aus Heines Berliner Zeit 1821 bis 1824 sowie Exildichtungen aus der Zeit 1831 bis 1856, in denen er sich Gedanken über seine Heimat macht.

Zu erleben ist dieses Heine-Programm am 14. Dezember um 20 Uhr im Zimmer 16 in der Florastraße 16 und am 15. Dezember um 20 Uhr im Café Fritz Heyn in der Heynstraße 15.
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