Rentner erleidet vor Aufregung einen Herzinfarkt

Hier auf einem Grundstück am Schmöckwitzer Damm geschah die Attacke. (Foto: Ralf Drescher)

Schmöckwitz. Die Siedlung Rauchfangswerder ist von Wald und Wasser umgeben. Immer wieder werden dort Wildschweine gesichtet. Jetzt gab es einen tragischen Vorfall.

Am 3. Januar gegen Mittag. Ein Ehepaar entdeckt in seinem Garten am Schmöckwitzer Damm ein Borstentier und will die Bache vertreiben. Dann geht das Wildschwein jedoch auf die Senioren los. Die Frau (80) wird leicht verletzt, der Mann strauchelt und fällt hin. Vor Aufregung über diese Attacke erleidet der 81-Jährige einen Herzinfarkt und sackt zusammen. Ein Rettungshubschrauber bringt einen Notarzt nach Rauchfangswerder. Der kann dem Rentner aber nicht mehr helfen, er stirbt.

Das Ehepaar soll bereits am Abend vor dem Unfall einen unerwünschten Wildschweinbesuch gehabt haben. Dabei musste der Mann wohl auf einen Holzstapel flüchten.

Marc Franusch, Sprecher der Berliner Forsten, rät dringend davon ab, Wildschweine auf dem eigenen Grundstück in die Enge zu treiben. "Man kann aus sicherem Abstand Krach machen, zum Beispiel auf einen Topfdeckel schlagen", sagt der Forstexperte. Grundstücke sollten durch einen stabilen Zaun gesichert sein und die Gartentore immer verschlossen werden. Ganz werden sich Wildschweinbesuche in Ortsteilen, die wie Rauchfangswerder mitten im Wald liegen, ohnehin nicht vermeiden lassen.

Informationen zum Verhalten beim Zusammentreffen mit Wild beim Wildtiertelefon der Berliner Forsten: 64 19 37 23. Unter http://asurl.de/jid kann ein Flyer heruntergeladen werden.

Ralf Drescher / RD
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