Proteste bei Wohnungsräumung

Staaken. Bei der Zwangsräumung einer Wohnung am Pillnitzer Weg 15 ist es am 15. Juli zu Protesten gekommen. Etwa 70 Nachbarn und Aktivisten des "Bündnis Zwangsräumung verhindern" hatten sich dort versammelt, um die Räumung mit einer Sitzblockade zu verhindern.

Eine Gerichtsvollzieherin ließ die Wohnung mit Unterstützung von 40 Polizeibeamten im Auftrag des Vermieters räumen. Nach Angaben der Polizei kam es dabei zu kleineren Rangeleien und einer vorübergehenden Festnahme. Das zuständige Amtsgericht in Spandau hatte den Mieter nach fristloser Kündigung durch den Vermieter zur Räumung seiner Wohnung verurteilt. Die Hausverwaltung, die Ypsilon-Liegenschafts-Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Berlin, gab gegenüber dem Spandauer Volksblatt Mietschulden als Grund für die fristlose Kündigung an. Laut dem "Bündnis Zwangsräumung verhindern" soll sich der Mieter in einer Staakener Mieterinitiative gegen die Zustände in seinem Wohnblock engagiert haben und so für den Vermieter zum Problem geworden sein.


Ulrike Kiefert / uk
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