Veterinäramt erteilt Tochter Betriebsgenehmigung

Staaken. Am Cosmarweg 82 gibt es wieder einen Ponyhof. Stadtrat Stephan Machulik (SPD) überreichte am 5. Februar der neuen Betreiberin Harriet Apel die befristete Betriebsgenehmigung.

Harriet Apel, Manfred Forstreuter und der für das Veterinäramt zuständige Stadtrat Machulik sind schon jetzt für den 7. April verabredet. Dann soll um 14 Uhr der neue Ponyhof Staaken offiziell eröffnet werden, und alle Spandauer sind dazu eingeladen. Schon jetzt ist Harriet Apel im Besitz der zunächst auf ein Jahr befristeten Betriebsgenehmigung. Manfred Forstreuter vom gleichnamigen Autohaus, selbst passionierter Reiter und Pferdeexperte, hat die Tochter der bisherigen Betreiber dabei beraten, ein Betriebskonzept zu erstellen, das wirtschaftlichen Erfolg verspricht und zugleich den Anforderungen des Tierschutzes gerecht wird.

Wie berichtet, hatte das Veterinäramt im Mai vergangenen Jahres die Tiere auf dem Jahrzehnte lang existierenden Hof beschlagnahmt. Vorausgegangen waren laut Stadtrat Machulik Auseinandersetzungen um artgerechte Tierhaltung, die sich über Jahre hinzogen. Als die damaligen Betreiber eine Anordnung des Amtes nicht erfüllten, die Tiere bis zum 21. Mai 2012 anderweitig unterzubringen, sorgte es für die Räumung. Von den damals auf anderen Höfen und im Berliner Tierheim untergebrachten Tieren wird immerhin "Uschi" zurückkehren, eine Ziege, die trotz ihres weiblichen Namens ein Ziegenbock ist. Kern des Hofes werden sieben Ponys sein, die Gesellschaft von weiteren Ziegen und Schafen erhalten werden.

Harriet Apel wie auch ihr Berater Forstreuter lobten die Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt, das selbst konstruktiv die jetzige Genehmigung angesteuert habe. Solche Genehmigungen nach dem Tierschutzgesetz werden laut Machulik grundsätzlich befristet erteilt, aber unkompliziert verlängert, wenn keine "Versagungsgründe" vorliegen. Machulik sagte auch bei spontan auftauchenden Fragen zur Tierhaltung die Unterstützung des Amtes zu.

Die Räumung des Hofes hatte im vergangenen Jahr auch für politischen Wirbel gesorgt. Zur Unterstützung der alten Ponyhof-Betreiber fand sich eine Bürgerinitiative unter dem Namen "Amtswillkür" zusammen, die genau diese dem Amt unterstellte. Für die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) erklärte deren Vorsitzender Arndt Meißner am 9. Februar, dass seine Fraktion das Verhalten des Veterinäramtes weiter thematisieren werde, weil man die neue Betriebserlaubnis hätte "einfacher haben können".


Christian Schindler / CS
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