Senatorin eröffnete Ausbildungsjahr im ABB Training Center

Wilhelmsruh. Vor wenigen Tagen begann das neue Ausbildungsjahr im ABB Training Center in der Lessingstraße 79. Dieses entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einer der größten und erfolgreichsten Ausbildungsstätten Berlins. Deshalb ließ es sich die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat (SPD), nicht nehmen, die neuen Auszubildenden persönlich zu begrüßen.

Begleitet wurde sie dabei von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und Pankows Sozialstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (beide SPD) und dem Vizepräsidenten der IHK Berlin, Stephan Schwarz. Ausgebildet wird an der Lessingstraße seit 64 Jahren. Früher befand sich dort die Betriebsschule von Bergmann Borsig. Anfang der 90er-Jahre kaufte der Technologiekonzern ABB das Unternehmen für Kraftwerksanlagenbau. Der neue Eigentümer entschloss sich, dessen Berufsbildungseinrichtung zu erhalten, um am Standort eigene Fachkräfte auszubilden. Mitte der 90er-Jahre entwickelte das Team des ABB Training Centers ein neues Konzept für den Standort: die Verbundausbildung. Mit dieser ist man heute äußerst erfolgreich. Verbundausbildung bedeutet, dass im ABB Trainings Center alle Ausbildungsdienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen übernommen werden. Dazu zählt, dass aus den Bewerbern die Auszubildenden ausgewählt und dann drei Jahre praxisnah ausgebildet werden. Sie werden von den Ausbildern an die neueste Technik in ihrem Beruf herangeführt und in der Theorieausbildung unterstützt.

Dieses Konzept hat sich bewährt, kann Markus Ochsner, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen ABB berichten. Im zurückliegenden Ausbildungsjahr haben alle Azubis ihre Prüfungen bestanden, 50 lernten wegen hervorragender Leistungen sogar vorzeitig aus. Zu den Partnern, für die das ABB Training Center ausbildet, zählen unter anderem Elektronik, Medizin- und Pharmaunternehmen, Betriebe aus dem Bereich erneuerbare Energien, Zulieferfirmen für die Automobilindustrie und Werkzeugmaschinen-Unternehmen.

Das Modell der Verbundausbildung ist so erfolgreich, dass es die Wilhelmsruher Ausbildungsstätte inzwischen mit 140 Unternehmen aus der Region und sogar aus anderen Teilen Deutschlands praktiziert. 664 Azubis, darunter über 180 neu eingestellte, erhalten zurzeit in 16 Berufen ihre Ausbildung. Die Bandbreite reicht vom Mechatroniker über Zerspanungsmechaniker bis zu Technischen Zeichnern. Damit die Ausbildung immer zeitgemäß stattfinden kann, hat ABB im zurückliegenden Jahr weiter in den Ausbau des Training Centers investiert. Unter anderem wurden 15 neue Ausbildungsplätze für Elektroniker eingerichtet. Neue CNC-Technik ist angeschafft worden, und es wurden neue Prüfarbeitsplätze für Mechatroniker aufgebaut. Rund 250.000 Euro investierte ABB allein 2012/2013 in die Verbesserung der Ausbildung am Berliner Standort, berichtet Ochsner.

Dilek Kolat lobt das Engagement des ABB Training Centesr ausdrücklich. "Die duale Ausbildung, wie sie hier praktiziert wird, hat eine zentrale Stellung im Ausbildungsprogramm des Berliner Senats", sagt sie. Mit seinem Engagement tue ABB etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Berlin und gegen den drohenden Fachkräftemangel.

Weitere Informationen gibt es beim Leiter Bernhard Antmann unter 91 77 22 64 und per E-Mail an bernhard.antmann@de.abb.com. Bewerbungsunterlagen für das nächste Ausbildungsjahr können junge Leute an das ABB Training Center, Lessingstraße 79, 13158 Berlin, schicken.

Bernd Wähner / BW
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