Adlergestell soll nun doch nicht schmaler werden

Adlershof. Der radikale Rückbau des Adlergestells auf vier Spuren ist erst einmal vom Tisch. Proteste von Bürgern, Bezirkspolitikern, ADAC und Wirtschaftsverbänden sollen ein Umdenken in der Verwaltung von Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) bewirkt haben.

"Wir sprechen nicht mehr von einem Rückbau, sondern eher von Sanierung und Umgestaltung. Der Vorteil ist, dass wir bei Bedarf jederzeit wieder zu sechs Spuren zurückkehren können, sollte das Verkehrsaufkommen nach Eröffnung des Flughafens BER das erfordern", erläutert Petra Rohland, Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Ursprünglich wollte der Senat 2,8 Millionen Euro ausgeben, und damit die Durchlässigkeit des Adlergestells verringern. Und das, obwohl es schon jetzt an den Knoten mit Rudower Chaussee und Glienicker Weg im Berufsverkehr zu Staus kommt. Nach den nun geänderten Plänen sollen die rechten Fahrspuren nicht mehr beseitigt, sondern vorerst als Radfahrstreifen und für Pkw-Stellplätze genutzt werden.

Bevor an der Straßenführung des Adlergestells gebaut werden kann, sind ohnehin erst einmal die Berliner Wasserbetriebe am Zuge. Die wollen hier wichtige Versorgungs- und Entsorgungsleitungen erneuern. Allein für dieses Neun-Millionen-Euro-Projekt sind 18 Monate Bauzeit veranschlagt. Zur Verkehrsführung und baubedingten Einschränkungen konnte die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt auf Nachfrage jedoch noch keine Auskunft geben.


Ralf Drescher / RD
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