Senat plant mit dem Umbau auch die Einschränkung der Fahrspuren

Adlershof. Auf dem Adlergestell dürfte es eng werden. Und das bereits im Frühjahr 2013. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt will dort umbauen.

"Im Zug einer grundlegenden Instandsetzung", wie Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) auf eine kleine Anfrage des Grünauer SPD-Abgeordnetenhausmitglieds Robert Schaddach schreibt. Der hatte sich Ende Juli nach Plänen für den gerüchteweise bekannt gewordenen Umbau erkundigt. Aus der Beantwortung wird klar, dass die Umbaupläne für den Abschnitt zwischen Dörpfeldstraße und Glienicker Weg bereits in der Schublage liegen. Geplant ist nach Aussage von Gaebler, den Verkehrsraum einzuschränken. Es soll nur noch zwei Geradeausspuren und je eine für Links- und Rechtsabbieger geben. Das bedeutet, dass eine Spur weniger Richtung Schönefeld und zum Autobahnzubringer A 117 zur Verfügung steht. Baubeginn soll im ersten Quartal 2013 sein. Dann beginnen die Wasserbetriebe mit der Erneuerung von Leitungen, bis 2015 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Über die Kosten hält man sich bei der Senatsverwaltung bedeckt. "Die Kosten der Straßenbaumaßnahme werden gegenwärtig im Rahmen der zu erstellenden Bauplanungsmaßnahmen ermittelt", teilt Gaebler dem Abgeordneten mit. Robert Schaddach ist sauer. "Hier wird sinnlos Geld ausgegeben, das an anderer Stelle besser eingesetzt werden könnte. Wir wissen doch gar nicht, wie sich die Verkehrsströme nach der Eröffnung des Flughafens BER wirklich entwickeln. Wenn Flughafennutzer auf dem Adlergestell im Stau stehen, wäre das eine Katastrophe", so der Abgeordnete. Der Grund für die Reduzierung des Straßenprofils bleibt im Dunkeln. In der Antwort an Schaddach heißt es, dass es Ziel des Senats sei, Stadtstraßen vom Verkehr zu entlasten und diese entlasteten Straßenräume stadtfreundlich umzubauen.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt informiert indes, dass aktuelle Zählungen auf dem Adlergestell einen deutlichen Rückgang des Verkehrs seit Inbetriebnahme der A 113 ergaben. "Für diese Abschnitte sind für den fließenden Verkehr nur noch zwei Fahrstreifen pro Richtung erforderlich", teilt Sprecherin Petra Rohland mit.


Ralf Drescher / RD
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