Gedenken an Opfer des NKWD

Alt-Hohenschönhausen.Am 24. Oktober gedenkt die Bezirksverordnetenversammlung und das Bezirksamt mit Angehörigen und Hinterbliebenen der Menschen, die 1945/1946 im Speziallager Nr. 3 des NKWD (Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten) in der Genslerstraße in Hohenschönhausen ums Leben kamen. Ab 14 Uhr findet das Gedenken am "DENKOrt" auf dem städtischen Friedhof Hohenschönhausen in der Gärtnerstraße/Ecke Rhinstraße statt. Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, wird nach seiner Rede die Angehörigen und Hinterbliebenen zu einem Empfang in die Genslerstraße 66 einladen. Rund 20 000 Menschen waren zwischen Mai 1945 und Oktober 1946 in das Berliner Lager des NKWD in der Genslerstraße interniert, Schätzungen zufolge starben mehr als 2000 Häftlinge an Hunger, Kälte und Krankheit. Sie wurden in Massengräbern verscharrt. Vor vier Jahren wurde auf dem städtischen Friedhof Hohenschönhausen der "DENKOrt" eingeweiht: es ist ein mit Feldsteinen belegtes Gräberfeld. Die Steine stehen anonym für die Toten und erinnern an das Geschehen.


Karolina Wrobel / KW
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