Bürgerverein zeigt Ausstellung über das "Kölner Viertel"

Fotos und Zeitungsausschnitte dokumentieren den Bau des Kölner Viertels vor 20 Jahren. (Foto: Ralf Drescher)

Altglienicke. Währe es nach den Plänen des Berliner Magistrats gegangen, wäre die Neubausiedlung Altglienicke eine ebenso riesige Plattenbauwüste wie Marzahn geworden. Der Untergang der DDR änderte die Pläne.

Was bis Anfang 1990 fertig war, steht heute mit - bis auf wenige Ausnahmen - sanierten und gedämmten Fassaden als Kosmosviertel an der Schönefelder Chaussee. Baubeginn für die Nachwendepläne war dann 1992, seit 1993 wohnen rund 1500 Menschen im vom Wohnungsunternehmen Stadt und Land errichteten Kölner Viertel. "Im Rahmen der 1990 beschlossenen Städtepartnerschaft zwischen Köln und dem damaligen Bezirk Treptow erhielten die Straßen im neuen Wohngebiet Namen von Kölner Vororten", erzählt Ronald Seiffert von der AG Heimatgeschichte des Bürgervereins Altglienicke.

"Ich war damals als junger Treptower Bezirksverordneter bei der Grundsteinlegung dabei", erinnert sich Joachim Schmidt. Er hatte nach der Wende die Junge Union in Altglienicke aufgebaut, heute ist er Vorsitzender des Bürgervereins und Herausgeber eines Lokalblattes. "Es ist schon erstaunlich, dass auf früheren Feldern eine neue Heimat für viele Altglienicker entstand", sagt er.

Der Bürgerverein, der sogar ein kleines Heimatmuseum betreibt, hat jetzt eine Ausstellung zum 20. Geburtstag des Kölner Viertels gestaltet. Mit vielen, schon fast historischen Fotos aus der Bauzeit und Artikeln aus Zeitungen, darunter aus dem "Hallo Berlin Wochenblatt", heute Ihre "Berliner Woche". In der Ausstellung erfährt man auch, was es mit der Plastik von Tünnes und Schäl, den bekannten Kölner Originalen, auf sich hat. Sie steht, vom Wohnungsunternehmen Stadt und Land bezahlt, seit 1998 am Rand des Ehrenfelder Platzes.

Die Ausstellung zum Kölner Viertel ist mindestens bis zum Jahresende montags von 15 bis 18 Uhr beim Bürgerverein, Ehrenfelder Platz 2, zu sehen. Das Altglienicke-Museum, Köpenicker Straße 42, ist an jedem letzten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Wissenswertes auch unter www.altglienicke24.de.

Ralf Drescher / RD
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