Die geplante Schnellstraße TVO spaltet Biesdorf

Biesdorf. Zwei Bürgerinitiativen (BI) - zwei völlig unterschiedliche Ziele. Zur sogenannten Tangentialen Verbindung Ost (TVO) haben sich in Biesdorf zwei Lager gebildet.

Bisher gehen sich die beiden Bürgerinitiativen "Wir sind Biesdorf-Süd" und "Biesdorf 2.0" meistens aus dem Weg. Schließlich verfolgen sie unterschiedliche Ziele und wollen diese auf unterschiedlichen Wegen erreichen. "Wir sind Biesdorf-Süd" versucht im Kontakt mit den Entscheidungsträgern wie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und mit Unterstützung des Bezirksamtes die Planungen zur TVO zu beeinflussen. Die Initiative will die TVO, aber möglichst nicht in der Ost-Variante und vor allem keine Zufahrten im südlichen Siedlungsgebiet.

"Biesdorf 2.0" bekämpft die TVO. Die Vertreter der Initiative sammeln Unterschriften gegen die Schnellstraße, vor allem unter den Anwohnern der Märkischen Allee. Sie setzen auf den Klageweg, sobald die Planungen offiziell eingeleitet sind.

Anfang September warf "Biesdorf 2.0" auf ihrer Internetseite der anderen Initiative vor, dass diese unter dem Einfluss der Parteien und des VDGN stünde. Einige Mitglieder seien selbstständig arbeitende Gutachter und würden etwa als Auftragnehmer des Landes Berlin arbeiten. "Das wird den Bürgern vorenthalten", sagt André Otto von "Biesdorf 2.0".

"Wir nutzen alle Einflussmöglichkeiten und schließen deshalb die Mitglieder von Parteien nicht von vornherein aus", entgegnet Andreas Jehmann, Sprecher von "Wir sind Biesdorf-Süd". Es sei eine Unterstellung, dass Mitglieder seiner Bürgerinitiative eigene Interessen mit ihrer Mitgliedschaft verfolgten.


Harald Ritter / hari
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