Stadtrat Christian Gräff (CDU) lehnt Verkehrsberuhigung ab

Biesdorf. Auf dem Biesdorfer Weg wird es weder verkehrsberuhigende Maßnahmen geben geschweige wird die Anliegerstraße zur Spielstraße. Dies teilte jetzt das Bezirksamt der Bezirksverordnetenversammlung mit.

Im April hatte die SPD gefordert, dass der Biesdorfer Weg in eine Spielstraße umgewandelt werden sollte. Dem Antrag ging eine Unterschriftensammlung von Anwohnern voraus. 30 Bürger hatten die Forderung unterstützt. Die Anwohner hatten wiederholt beklagt, dass der knapp ein Kilometer lange Biesdorfer Weg häufig als Durchfahrtsstraße missbraucht und Tempo 30 missachtet wird, wenn sich der Vekehr auf der Köpenicker Straße staut. Gleichzeitig sind viele Familien mit kleinen Kindern in den zurückliegenden Jahren hierher gezogen. Die Kinder befinden sich gerade während der Stoßzeiten auf dem Weg zur Schule oder auf dem Heimweg. Dabei können sie nicht einmal einen Gehweg benutzen. Es gibt ihn nicht.

Die Bezirksverordnetenversammlung hatte den Antrag im Juni in geänderter Fassung beschlossen. Darin war nicht mehr von der Umwandlung in eine Spielstraße die Rede. Das Bezirksamt sollte verkehrsberuhigende Maßnahmen auf dem Biesdorfer Weg umsetzen.

In einer Stellungnahme an die Bezirksverordnetenversammlung erklärte Verkehrsstadtrat Christian Gräff (CDU) jetzt, dass die Verwaltung dem Antrag der Bezirksverordnetenverammlung nicht nachkommen werde. Ein "verkehrsberuhigter Bereich" bringe keine Vorteile für die Anwohner. Außerdem sprächen gegen eine Verkehrsberuhigung die Lage und Länge der Straße sowie deren geringe Breite, viele Kurven und zahlreiche Einmündungen. Zu dieser Einschätzung ist die Verwaltung nach einem Ortstermin mit der Polizei gekommen.

Dass das Tempo-30 nicht eingehalten würde, könne nur ein subjektiver Eindruck der Anwohner sein, heißt es in der Erkläung des Verkehrsstadtrates weiter. Ein zu schnelles Fahren auf dem Biesdorfer Weg sei kaum möglich. Dies verhinderte schon die Rechts-vor-Links-Regelung der vielen einmündenden Straßen, die versetzt parkenden Autos und die hohe Zahl an Kurven. Auch die Zahl der Unfälle ist im Vergleich zu anderen Straßen laut Aussage des Polizeiabschnittes 62 nicht als hoch einzuschätzen.


Christian Sell / csell
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