Helios und Kassenärztliche Vereinigung fanden Kompromiss

Buch. Die Versorgung von Patienten in der Helios-Poliklinik in Buch bleibt erhalten. Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KV) und das Helios Klinikum haben sich außergerichtlich einigen können.

Die KV wollte den ambulant tätigen Ärzten in der Helios-Poliklinik die Zulassung entziehen. Entsprechende Verfahren wurden durch die KV eingeleitet. Nun habe man sich darauf einigen können, alle bislang bestehenden Zulassungen in der Poliklinik im Interesse der Patienten zu erhalten. Das teilten beide Seiten in einer gemeinsamen Presseinformation mit. Damit solle auch künftig eine hochwertige ambulante Patientenversorgung im Nordosten Berlins sichergestellt werden.Damit der Konflikt über die Zulassung beigelegt werden kann, überweist Helios eine einmalige pauschale Zahlung in Höhe von sechs Millionen Euro an die KV. Damit werden alle anhängigen Verfahren gegen Helios in Buch als beendet betrachtet. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV Berlin, Uwe Kraffel, erklärt, dass das gemeinsame Ziel der Gespräche zur Klärung des Konflikts die Sicherstellung einer hochwertigen vertragsärztlichen Patientenversorgung sei. Diese wurde durch die anhängigen Verfahren allerdings erschwert. Mit der nun erfolgten Einigung zwischen KV und Helios sei erreicht worden, dass die Patienten aus der Region weiterhin umfassend ambulant versorgt werden können, erklärt Enrico Jensch, Regionalgeschäftsführer von Helios. Auch für die betroffenen Ärzte sei die Einigung ein Signal, dass man ihre engagierte Tätigkeit anerkenne.

Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU), der für eine außergerichtliche Einigung im Konflikt plädierte, zeigt sich zufrieden. "Ich begrüße die Einigung zwischen KV und Helios. Das ist eine gute Nachricht im Sinne der Patienten im Bezirk Pankow", sagt er.


Bernd Wähner / BW
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