Rechte Aufkleber und Schmierereien entfernt

Buch. Nachdem das Ehrenmal an der Wiltbergstraße kürzlich mit rechten Schmierereien geschändet worden war, veranstalteten Bucher Bürger jetzt einen "antifaschistischen Putzspaziergang".

Zu dieser Aktion aufgerufen hatte unter anderem die "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Pankow" (VVN-BdA). 60 Menschen beteiligten sich an der Aktion. Bei dem Spaziergang durch Buch entfernten sie neonazistische Propaganda, darunter Aufkleber rechtextremer Organisationen sowie Schriftzüge mit rechtsradikalem Inhalt. "Seit mehr als einem Jahr hat sich Buch zu einem Schwerpunkt der rechten Szene entwickelt", sagt Ricardo Lang von der VVN-BdA. "Die Auseinandersetzung mit neonazistischen Tendenzen in der Gesellschaft erfordert tägliche Aufmerksamkeit und Solidarität mit den von rechter Gewalt Betroffenen. Die Bereitschaft, Position gegen Neonazis, Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung zu beziehen, wächst."

Rund 15 vorwiegend jugendliche Neonazis sind in Buch aktiv, erklärt Lang weiter. Organisiert sind sie in Gruppen, die sich "Freie Nationalisten Buch" und "Kameradschaft Deutsche Eiche" nennen. Rechtsradikale Vorfälle in Buch, aber auch in anderen Pankower Ortsteilen, sind in der Chronik auf http://asurl.de/83e dokumentiert.


Bernd Wähner / BW
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