Bürgermeister besuchte B.-Traven-Oberschule

Was die Schüler alles fertigen, zeigte Werkstattmeister Reinhard Hettwer (rechts) Helmut Kleebank (links) und Schulleiter Arno de Vries. (Foto: Ulrike Kiefert)

Falkenhagener Feld. Auf seiner Bildungstour durch Spandau machte Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) jetzt an der B.-Traven-Oberschule Station. Dort erfuhr er vom engen Kontakt zur TU Berlin und fehlenden Sozialarbeitern.

Bei seinem Besuch der Oberschule am Recklinghauser Weg 26 informierte sich Kleebank bei Schulleiter Arno de Vries über den Schulalltag. Da der Bürgermeister früher selbst Schulleiter war, entwickelte sich zwischen beiden schnell ein offenes Gespräch. Von großen Sorgen oder Nöten hatte Arno de Vries, der die Schule seit einem Jahr leitet, nicht zu berichten. Denn während andere Schulen dringend saniert werden müssen, hat die B.-Traven-Schule hier nur geringen Bedarf. Die WCs sind im guten Zustand, die Turnhalle ist saniert und der Pausenhof attraktiv. Auch mit dem Personal kommt der Schulleiter zahlenmäßig gut aus.

Was er aber eilig braucht, sind mehr Sozialarbeiter. "Die zwei, die wir haben, sind krank. Und eine Stelle fällt im Sommer ersatzlos weg", berichtete Arno de Vries. Bis dato werde sie noch über das Quartiersmanagement finanziert. Danach hofft der Schulleiter auf das Sonderprogramm für Brennpunktschulen.

Ein weiteres Thema war die Gemeinschaftsschule. Diesen Status hat die B.-Traven-Oberschule zwar seit fünf Jahren - aber nur per Definition. Denn praktisch ist sie noch keine Gemeinschaftsschule, zumindest keine, an der von der 1. bis zur 13. Klasse durchgehend gelernt werden kann. "Das ist unser Ziel, aber uns fehlen die Grundschüler", sagte de Vries.

Tatsächlich habe der Schulträger die Grundschuljahrgänge noch nicht eingerichtet, bestätigte Kleebank. Das liege auch an den Schülerzahlen. Und die gehen im Bezirk bekanntlich seit Jahren zurück (siehe Artikel auf Seite 1). Räumlich könnte die Schule einen Grundschulzweig problemlos einrichten. Auch Projekte und Förderangebote gibt es genug. So trägt die Schule die Titel "Gute, gesunde Schule" und "Vielfalt in Schulen". Sie kooperiert mit dem TSV Spandau, dem Verein "Stark ohne Gewalt", dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der Jugendtheaterwerkstatt Spandau und dem "Alpin-Club Berlin". Begabte Physikschüler können an der Technischen Universität Berlin ein Praktikum absolvieren. Außerdem hat die TU ein kleines Labor an der Schule und ein Radioteleskop auf dem Schuldach. Das war auch Helmut Kleebank neu. "Sie sind eine sehr engagierte Schule", lobte der Bürgermeister. Arno de Vries gab das Lob gern an seine 440 Schüler weiter.


Ulrike Kiefert / uk
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