Falkensee Chaussee 199: Räumungsklage gegen Störenfried

Das Hochhaus in der Falkenseer Chaussee 199: Seit Jahren leiden die Mieter hier unter einem Mitbewohner. (Foto: Ulrike Kiefert)

Falkenhagener Feld. Trotz vieler Beschwerden und Anzeigen hat sich für die Mieter der Falkenseer Chaussee 199 wenig geändert. Sie leider weiter unter Lärm und Randale. Gegen den Störenfried im Haus läuft nun aber eine Räumungsklage.

Hans Wientzek ist mit den Nerven am Ende. Seit er und seine Frau sich im Februar dieses Jahres in ihrer Not an das Spandauer Volksblatt gewandt haben, hat sich die unerträgliche Wohnsituation im Hochhaus nicht verbessert. Im Gegenteil: Hans Wientzek berichtet von Brandanschlägen im Fahrstuhl, Drohungen, Schlägereien und nächtlichem Lärm auf den Fluretagen. Er und viele andere Mieter trauen sich mittlerweile kaum noch aus der Wohnung. "Wir haben Angst", sagt der 73-Jährige. Seit mittlerweile drei Jahren gehe das nun schon so. Das Problem sei ein Mieter, berichtet er. Der deale mit Drogen und habe täglich Kunden im Haus. Wiederholte Beschwerden bei der Hausverwaltung und Anzeigen bei der Polizei haben bisher wenig gebracht. Zwar teilte die Prelios Immobilien Management GmbH als Hausverwalterin im Februar mit, dass das Problem bekannt sei, man den Störenfried bereits mehrmals abgemahnt und ihn aufgefordert hätte, seine unbefugten Besucher vom Grundstück zu verweisen. Auch ein Sicherheitsdienst für das Hochhaus war im Gespräch. Doch Prelios hat das Wohnhaus inzwischen verkauft und verwaltet es auch nicht mehr.

Neue Eigentümerin ist die Conwert/Alt & Kelber, die das Hochhaus seit September dieses Jahres verwaltet. Im Berliner Büro teilt man mit, von der Problematik zu wissen. So führe Conwert die von Prelios angestrebte Räumungsklage gegen den besagten Mieter fort. Ende November werde das Berliner Amtsgericht über die Klage entscheiden, heißt es. Die Mieter sollen darüber noch informiert werden.

Hans Wientzek jedoch bleibt misstrauisch. Zu lange hätten die Mieter gehofft, dass sich die Situation endlich entschärft. "Doch passiert ist rein gar nichts."


Ulrike Kiefert / uk
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