Stadtteilfest zum Auftakt des Jubiläumsjahres

Die umgezogene Stadtteilbibliothek Falkenhagener Feld liegt am neugestaltenten Quartiersplatz des Viertels. (Foto: Christian Schindler)
 
Birgit Erdmann, Mitarbeiterin des Falkenhagener Express, interviewte am 13. März Klaus Wowereit in der Siegerland-Grundschule. (Foto: Christian Schindler)

Falkenhagener Feld. Die ersten Mieter zogen 1963 in die großen Wohngebäude rund um die Falkenseer Chaussee - damals begann das Falkenhagener Feld, ein richtiger Spandauer Ortsteil zu werden.

Das nehmen Bezirksamt und die Quartiersmanagement-Gebiete zum Anlass, am 24. August mit einem Fest auf dem Quartiersplatz an der Westerwaldstraße gleich ein komplettes Jubiläumsjahr "50 Jahre Falkenhagener Feld" einzuleiten. In einer Reihe von Veranstaltungen wird das 50-jährige Bestehen des jüngsten Spandauer Ortsteils betrachtet, und am Ende des Feierjahres steht die 50. Wiederkehr der Weihe der evangelischen Jeremia-Kirche am Burbacher Weg/Ecke Siegener Straße im September 2014. Das Wachsen der großen Häuser im Falkenhagener Feld hatte zu tun mit der Wohnungsnot in West-Berlin. Schon 1966 meldete das Bezirksamt die Fertigstellung der 30 000. Neubauwohnung in Spandau nach dem Zweiten Weltkrieg. Und diese Wohnung stand natürlich im Falkenhagener Feld. Die letzten Neubauten entstanden in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Rund 36 000 Menschen leben heute hier.

Wo sich zuvor Schrebergärten und Landwirtschaft abwechselten, entstand eine Großsiedlung - die aber nicht so massiv wirkte wie ihre zeitgleich entstandenen Entsprechungen in der Gropiusstadt oder im Märkischen Viertel. Dass die Häuser nicht zu extrem in den Himmel wuchsen wie andernorts, ist für Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auch eine Chance. Als er am 13. März im Falkenhagener Feld vorbeischaute, beschrieb er die Vorteile des Quartiers wie das viele Grün, zum Beispiel den Spektegrünzug.

Das Grüne schätzt auch der Spandauer Kollege von Wowereit, Helmut Kleebank (SPD). Der Bezirksbürgermeister ist hier aufgewachsen, seine Eltern wohnen noch immer hier. Kleebanks Erinnerung an Kindheit und Jugend ist geprägt davon, dass weite Teile des Falkenhagener Feldes autofrei sind. Und noch immer sind viele Häuser über Wege durch Grünanlagen zu erreichen, und nicht direkt mit dem Auto.

Gleichwohl ist das Gebiet auch in die Jahre gekommen. Die Bevölkerungsstruktur verändert sich, die Zahl der Menschen, die nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen, nimmt zu. Seit 2005 teilt sich das Falkenhagener Feld in zwei Quartiersmanagement-Gebiete, deren Mitarbeiter versuchen, mit vielen Beratungsangeboten und Unterstützungen möglichst vielen Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Zur Aufwertung des Falkenhagener Feldes gehört auch die Umgestaltung des Quartiersplatzes Westerwaldstraße mit dem Umzug der Stadtteilbibliothek in den ehemaligen Supermarkt und die Sanierung des Clubhauses.

Die Quartiersmanager sind auch wichtige Organisatoren des Stadtteilfestes am 24. August von 14 bis 19 Uhr. An knapp 60 Ständen gibt es Information und Unterhaltung, und auch ein Bühnenprogramm wird angeboten.

Um die kommenden Veranstaltungen möglichst attraktiv zu machen, bittet das Team um Volker Hornung, der im Auftrag der Medienwerkstatt Muxs die Stadtteilzeitung "Falkenhagener Express" redigiert, langjährige Bewohner des Falkenhagener Feldes um Fotos, Filme und weitere Informationen. Es ist erreichbar unter 691 42 24.


Christian Schindler / CS
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