Bezirk ehrt berühmte Künstlerin mit einer Gedenktafel

Anne und Konrad aus der Klasse 6A der Stechlinsee Grundschule enthüllten die Gedenktafel für Hannah Höch. Mit dabei war auch Birgit Jammes von der Gasag. (Foto: KT)

Friedenau. Eine Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Büsingstraße 16 erinnert an die Malerin und Collagistin Hannah Höch. Sie wurde am 31. Mai eingeweiht.

Hannah Höch (1889-1978) lebte und arbeitete von 1917 bis 1933 lang im Dachgeschoss des Hauses in der Büsingstraße. Die Malerin gilt als die bedeutendste Vertreterin des Dadaismus. Die Gedenktafel wurde zum 35. Todestag angebracht. Hannah Höch war am 31. Mai 1978 in Heiligensee verstorben. Bürgermeistein Angelika Schöttler (SPD) erinnerte daran, dass in Friedenau sehr viele Künstler gelebt haben und auch heute noch leben. Sie sieht die Aufgabe der Kommunalpolitik auch darin, die Erinnerung wachzuhalten. "So wurden bereits Gedenktafeln für Hildegard Kneef und Rosa Luxemburg an ihren ehemaligen Wohnhäusern angebracht. Die Stolpersteine in den Gehwegen erinnern an jüdisches Leben im Bezirk", so die Bürgermeisterin. Das besondere an dieser Gedenktafel sei, dass Schüler der Stechlinsee-Grundschule die Idee dazu hatten. So durften Anne und Konrad als Vertreter der Klasse 6A die Tafel enthüllen. "Wir haben über den Dadaismus im Zeichenunterricht gesprochen", sagt Anne. "Ich glaube, unsere Lehrerin mochte diese Künstlerin sehr." Und so haben sich die Schüler mit der Maltechnik auseinandergesetzt. "Wir haben selbst Collagen hergestellt", sagt Anne. Und das hat den Schülern so viel Spaß gemacht, dass sie sich mit dem Lebenslauf der Künstlerin beschäftigten. Dabei stellten sie fest, dass Hannah Höch ganz in der Nähe ihrer Schule gelebt hat. Und so kam von den Schülern der erste Anstoß für eine Gedenktafel. Sie fingen vor einem Jahr an, Geld zu sammeln. Die Gasag wurde Hauptsponsor.


Klaus Tessmann / KT
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