Rathaus Friedenau soll Ende 2014 verkaufsbereit sein

Soll nach dem Verkauf neu genutzt werden: das Rathaus Friedenau am Breslauer Platz. (Foto: Liptau)

Friedenau. Eigentlich sollte das Rathaus Friedenau bis Ende 2012 verkauft sein. Weil sich die nötigen Umbauten in den anderen Amtsgebäuden hinzogen, wird der Auszug der Mitarbeiter nun doch noch zwei Jahre dauern.

Im kommenden Jahr wird der Bezirk das 100. Jubiläum des Rathauses Schöneberg vorbereiten. 1914 wurde der Bau am John-F.-Kennedy-Platz eingeweiht, für das Jubiläumsjahr sollen der Vorplatz saniert und Feste vorbereitet werden. Ein Jubiläum gibt es fast zeitgleich für ein anderes Rathaus im Bezirk: Der Grundstein für das Friedenauer Haus am Breslauer Platz wurde 1913 gelegt. Im Jahr der 100. Wiederkehr des Ereignisses sind aber keine Feiern geplant, sondern die endgültige Abgabe an den Liegenschaftsfonds. Bis Ende 2014 soll das Haus leer sein.Im Sommer 2011 fiel die Entscheidung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), sich vom Friedenauer Rathaus zu trennen. Eine Million Euro sollen durch die Verdichtung der Räume an weniger Standorten pro Jahr gespart werden. Die Büros des Jugendamts in Friedenau sollen in den kommenden 24 Monaten ins Rathaus Schöneberg und in das Dienstgebäude in der Mariendorfer Rathausstraße umziehen. Die Umbauten, die dafür in den beiden Häusern notwendig sind, werden voraussichtlich rund 15 Millionen Euro kosten und sind aufwendiger als gedacht.

"Vor allem der Feuerschutz hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD). Beispielsweise im Rathaus Schöneberg habe sich aber herausgestellt, dass Feuer und Rauch sich problemlos und in Windeseile im ganzen Treppenhaus verteilen könnten. "Wenn wir hier baulich tätig werden, dann müssen wir aber auch in Sachen Feuerschutz Änderungen vornehmen", erklärt Schöttler. "Das hat uns planerisch mindestens ein Jahr gekostet." Das Rathaus Friedenau bekommt also noch eine kurze Schonfrist.

Wie es dann mit dem Gebäude weitergeht, steht noch nicht fest. Es gebe Verhandlungen mit potenziellen Nachnutzern. "Es sieht im Moment also nicht so aus", sagt die Bürgermeisterin, "als würde das Haus lange leer stehen."


Ralf Liptau / flip
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