Sanierung am Breslauer Platz soll schnell starten

Die Aufenthaltsqualität auf dem Breslauer Platz soll unter anderem dadurch gesteigert werden, dass auf der Lauterstraße keine Autos mehr fahren. (Foto: Liptau)

Friedenau. Die Arbeiten zur Aufwertung des Marktplatzes vor dem Rathaus Friedenau starten zwar erst im kommenden Frühling. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat das Bezirksamt dennoch beauftragt, zu prüfen, ob die Lauterstraße schon jetzt gesperrt werden könnte.

Hintergrund des Vorschlags sind die Planungen zur Umgestaltung des Breslauer Platzes, bei dem die Lauterstraße zwischen Rathaus Friedenau und Rheinstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden soll. Der Start der Bauarbeiten wurde immer wieder verschoben, weil das zuständige Bauamt auf die Bürgerinitiative Breslauer Platz gewartet hat, die den Pavillon an der Bushaltestelle als "Kulturhaltestelle" unter anderem mit gastronomischer Freiraumnutzung ausbauen will. Das, so räumt Ottmar Fischer von der Bürgerinitiative ein, könne nun doch nicht so schnell passieren wie gedacht. "Da gibt es noch zahlreiche Verhandlungen zu führen, auch über die Finanzierung", sagt er. Deshalb habe man sich mit dem Bezirk geeinigt, dass die Bauarbeiten am Platz nun erst einmal unabhängig vom Pavillon starten sollen.

"Irgendwann mussten wir nun eben einen Strich ziehen und loslegen", sagt auch der für das Bauen zuständige Stadtrat Daniel Krüger (CDU). Dennoch könnten die Arbeiten wegen der Ausschreibungsfristen und der Winterpause erst im zweiten Quartal 2013 beginnen. Vor diesem Hintergrund verstehe er auch den Auftrag der BVV, die Lauterstraße schon jetzt zu sperren. "Um das Signal zu setzen, dass wir dran sind und es auch irgendwann losgeht."

Ob und wie schnell sich die Sperrung realisieren lässt, kann Krüger noch nicht sagen. "Ich werte das jetzt erst einmal als Prüfauftrag", stellt er fest. So sei beispielsweise noch nicht klar, wie die Ampelanlage an der Kreuzung mit der Rheinstraße umgestellt werden müsste, wenn es in der Lauterstraße keinen Durchgangsverkehr mehr gibt.

Bevor die eigentlichen Arbeiten losgehen, will Krüger im Herbst eine abschließende Bürgerversammlung einberufen. Dort dürfte es auch noch mal um den Pavillon gehen. Dass der am Ende kommt, steht für Ottmar Fischer fest. Inzwischen habe die Initiative eigens einen Verein für die Trägerschaft gegründet. "Allein daran kann man schon sehen, dass wir nach wie vor überzeugt dabei sind", sagt er


Ralf Liptau / flip
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