Die Volkszählung hat auch für den Bezirk Konsequenzen

Friedrichshain-Kreuzberg. Die Ergebnisse der Volkszählung könnten möglicherweise auch finanziell ein negatives Nachspiel für die Bezirke haben. Wie berichtet kam durch den Zensus heraus, dass in Berlin knapp 200 000 Menschen weniger leben, als bisher angegenommen.

Auch in Friedrichshain-Kreuzberg liegt die Zahl mit etwa 251 000 im Jahr 2011 um 8,5 unter den bislang verwandten Zahlen. Wegen der geringeren Bevölkerungszahl bekommt die Stadt jetzt weniger Geld aus dem Länderfinanzausgleich. Außerdem muss sie zu viel erhaltene Beträge aus den vergangenen Jahren zurückzahlen. Aktuell reißt das ein Loch von ungefähr eine halben Milliarde Euro in die Landeskasse. Befürchtet wird deshalb, dass der Senat seine Zuweisungen an die Bezirke kürzen könnte. Etwa erneut beim Personal. "Je mehr ein Bezirk bei der Bevölkerungszahl verloren hat, umso mehr müsste er bei einer Neuberechnung weitere Stellen abbauen", so Bürgermeister Dr. Franz Schulz (B 90/Grüne).

Geringere Zuweisungen könnte es außerdem bei zahlreichen Pflicht- und freiwilligen Leistungen geben. Von den Sozialtransfers bis zum Schlaglochsanierungsprogramm.


Thomas Frey / tf
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