Wie sicher ist das Andreas-Gymnasium?

Friedrichshain. Vor kurzem erreichte die Berliner Woche der Brief einer Mutter deren Tochter das Andreas-Gymnasium an der Koppenstraße besucht. Der Zustand dieses Gebäudes entspreche nicht den Sicherheitskriterien, schreibt die Frau und zählt dafür einige Beispiele auf.

So fehle im südlichen Treppenhaus ein ausreichender Brandschutz. Dazu seien die elektrischen Leitungen völlig überlastet, weshalb es bereits Kabelbrände gegeben habe. Auch die Elektrogeräte seien seit vielen Jahren nicht mehr gewartet worden. Erst massiver Druck des Schulleiters habe Ende vergangenen Jahres dafür gesorgt, dass sie endlich wieder einmal überprüft wurden. "Meines Wissens passiert diese Kontrolle auch an anderen Schulen nur in viel zu langen Zeitabständen." Und diese aufgezählten Mängel seien nur die gravierendsten und die Spitze des Eisbergs. "Andere, wie unzureichender Schallschutz in den Klassenzimmern oder der Zustand des Schulhofs habe ich dabei noch vernachlässigt."

Von einem Kabelbrand sei ihr nichts bekannt, sagt Schulamtsleiterin Marina Belicke. "Sollte es den wirklich gegeben haben, hätten wir sofort darüber informiert werden müssen." Das Treppenhaus sei wiederum von der Bauaufsicht so abgenommen worden. Und was die Wartung der Elektrogeräte betrifft, geschah das zum letzten Mal im Jahr 2009. Das sei eine längere Frist, als der eigentlich verlangte Turnus alle zwei Jahre gewesen, gibt sie zu. "Wir haben damit früher eine Firma betraut und machen das jetzt selbst." Dabei habe es aber Probleme beim Personal gegeben.

Gerade in das Andreas-Gymnasium würde aktuell ein Großteil der laufenden Investitionen fließen, sagt die Schulamtsleiterin. Insgesamt zwischen 300 000 und 400 000 Euro. Damit sei vor allem das Dach umfangreich saniert worden.


Thomas Frey / tf
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