Keine Ortsschilder fürs Hansaviertel: Verkehrsbehörde lehnt Vorschlag ab

Hansaviertel. Der örtliche Bürgerverein sah den Ortsteil gegenüber anderen benachteiligt und warb für Ortsschilder für das Hansaviertel. Daraus wird vorerst nichts.

Die Bezirksverordnetenversammlung hatte den Wunsch der Bürger aufgegriffen und im Sommer 2014 das Bezirksamt zum Handeln aufgefordert. Der Haken: Der Bezirk darf anfallende Kosten für die Hinweistafeln nicht selbst tragen. Über das Installieren der Ortsschilder hatte die Verkehrsbehörde der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zu entscheiden. In deren Antwortschreiben wird darauf verwiesen, dass „Ortshinweisschilder als amtliche Verkehrszeichen nur aus relevanten verkehrlichen Gründen angeordnet werden dürfen“. Etwa, wenn es wegen fehlender Wegweiser „zu Störungen des Verkehrsablaufs“ komme. Das wiederum, so die Verkehrsbehörde weiter, sei insbesondere der Fall bei „starkem Besucherverkehr mit Kraftfahrzeugen, deren Umwegfahrten bei Nichterkennen des Fahrzieles die umliegenden Straßen belasten“.

Diese Voraussetzung sei im Hansaviertel nicht gegeben, so die Behörde. „Es fehlt ein starker auswärtiger und damit ortsunkundiger Zielverkehr.“ Als weiteres Hindernis wird angeführt, dass zahlreiche Hinweisschilder in der weiteren Umgebung des Ortsteils um den Hinweis „Hansaviertel“ aufwendig ergänzt werden müssten.

Der Bürgerverein Hansaviertel wird in der Sache bestimmt nicht aufgeben. Erst neulich hat die Bundesregierung das Viertel als herausragendes nationales Projekt des Städtebaus gewürdigt. Und Ulrich Greiner vom Vorstand des Bürgervereins stellt fest: "Es kommen immer mehr Architektur-Interessierte ins Hansaviertel." KEN
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