Am 1. Juli 1989 fuhr die U 5 erstmals zum Bahnhof Hönow

Die U-5 ist das schnellste Transportmittel zum Alex. In einer halben Stunde sind Hellersdorfer dort. (Foto: KT)

Hellersdorf. Seit einem Vierteljahrhundert verbindet die U-Bahnlinie U 5 Hönow im Land Brandenburg mit dem östlichen Stadtzentrum von Berlin. Sie ist eine der beliebtesten Verkehrsverbindungen in Berlin.

Nach Einschätzung der Pressesprecherin der BVG Petra Reetz wird die Bedeutung der Verkehrsverbindung noch wachsen. "Schon heute ist die U 5 eine der drei am stärksten benutzten U-Bahn-Linie der BVG", betonte Reetz. Sie schätzt ein, dass ihre Bedeutung in den kommenden Jahren mit der IGA 2017 und mit der Verlängerung der Linie bis zum Hauptbahnhof noch wachsen wird.

Vor 25 Jahren - am 1. Juli 1989 - fuhr die erste U-Bahn von Hönow direkt ins östliche Berliner Zentrum. Seither können die Bewohner von Hellersdorf in knapp einer halben Stunde am Alexanderplatz sein. Am 1. Juli 1989 war die 10,1 Kilometer lange neue Strecke vom U-Bahnhof Tierpark bis nach Hönow komplett fertig. Sie verbindet nicht nur die Stadtgebiete von Hellersdorf, Kaulsdorf, Biesdorf und Lichtenberg mit dem Bezirk Mitte, sondern fährt auch zu vielen interessanten Ausflugsgebieten.

Diese U-Bahnlinie hat eine Besonderheit. Sie ist nicht von der Bahn geplant worden, sondern von Straßenbauern. Eigentlich sollte die nicht mehr benötigte Strecke der Reichsbahn von Kaulsdorf nach Friedrichsfelde abgerissen werden, weil sie dem Straßenbau für das Neubaugebiet von Kaulsdorf-Nord im Wege stand. Dann kamen Straßenplaner auf die Idee, den alten Bahndamm als Straßenanbindung für das Neubaugebiet zu nutzen, daraus wurde schließlich Anfang Dezember 1979 die Idee geboren, eine U-Bahn von Hellersdorf nach Alt-Friedrichsfelde zu bauen. Die Straßenplaner begannen zu planen und zu rechnen und legten noch Ende 1979 einen Plan für die U-Bahnlinie vor.

Das größte Problem war die Verbindung zwischen dem U-Bahnhof "Tierpark" und Biesdorf-Süd. Die neue U-Bahnlinie musste in einem sehr engen Bogen projektiert werden, weil das Verwaltungsgebäude des Tierparks im Wege stand. Schnell waren sich die Planer einig, die Trasse sollte zum großen Teil überirdisch verlaufen. Dazu sollte der Hellersdorfer Graben genutzt werden. Nur an der Gülzower Straße war ein Tunnel vorgesehen. Grünes Licht für die U-Bahn gab es allerdings erst durch einen Beschluss der SED-Führung Mitte 1983. Am 1. März 1985 begannen die Bauarbeiten am Tierpark Friedrichsfelde.

Wichtigstes Vorhaben war ein Umsteigebahnhof zwischen Biesdorf und Kaulsdorf zwischen den beiden Verkehrsmitteln U-Bahn und S-Bahn. Beide Bahnen sollten in einer Fahrtrichtung in gleicher Höhe halten. Der Bahnhof Wuhletal wird auch heute noch als Meisterleistung der Verkehrsplaner angesehen.


Klaus Tessmann / KT
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