Bezirk eröffnet die neue Bildungsstätte Helleum

Statt das rote Band einfach durchzuschneiden, demonstrierten Holger Krabel und Stefan Komoß, wie man es auch mithilfe eines Experiments zerteilen kann. (Foto: hari)

Hellersdorf. Mit dem Helleum hat Marzahn-Hellersdorf eine außerordentliche, weltweit einmalige Bildungsstätte bekommen. Kinder können mit einfachen Experimenten lernen, wie die Natur funktioniert und was physikalische Gesetze sind.

Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit ist es geschafft: Das neue Kinderforschungszentrum Helleum in der Kastanienallee konnte kurz vor Weihnachten eröffnet werden. Die Vorarbeiten liefen seit Baubeginn in der Lernwerkstatt in der Alice-Salomon-Hochschule. Pädagogen wie Hartmut Wedekind entwickelten Konzepte für die kindgemäße Vermittlung von naturwissenschaftlichen Kenntnissen: So reicht beispielsweise ein Plastikbottich mit Wasser und ein Überraschungsei. Das Ei in den Gefrierschrank gestellt, lassen sich wunderbar die unterschiedlichen Aggregatszustände von Wasser, flüssig und fest, demonstrieren. Wedekind ist Professor an der Alice-Salomon-Hochschule. Die von ihm geleitete neue Lernwerkstatt im Helleum umfasst 160 Quadratmeter. Die Räume sind flexibel möbliert, so dass an den unterschiedlichsten Materialien und mit hochwertigen Laborgeräten experimentiert werden kann. Geplant sind zudem Projekttage, Workshops, Fortbildungen für Lehrer und Tagungen. Es sind auch Angebote für Eltern in Vorbereitung, damit diese mit ihren Kinder spielerisch die Welt der Wissenschaften erobern.

Das Helleum ist auf Anregung des Quartiersmanagements Hellersdorfer Promenade entstanden. Ursprünglich sollte es lediglich die Bildungschancen im Kiez verbessern. Mittlerweile ist es ein Projekt für den gesamten Bezirk. Es wird vom Bezirksamt, der Alice Salomon Hochschule und der Senatsverwaltung für Bildung und Wissenschaft betrieben. Wissenschaftliche Unterstützung leistet auch die Humboldt-Universität. Die Kosten für den Bau wurden aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" finanziert. An dem Bau beteiligte sich auch die Technologiestiftung Berlin.

Der Ganztagsbetrieb im Helleum beginnt am 14. Januar. Die Termine für Experimentierstunden sind durch die 27 Grundschulen im Bezirk für die ersten Monate bereits ausgebucht. Geplant ist ein weiterer Bau vielleicht schon Ende 2013, spätestens aber 2014. Darin sollen sich auch Oberschüler mit Naturwissenschaften beschäftigen können.

Weitere Informationen unter www.helleum-berlin.de.

Harald Ritter / hari
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