Skulptur kehrte an die Hellersdorfer Straße zurück

Der Bildhauer Rolf Lieberknecht schuf das "Windspiel", das jetzt an seinen alten Platz an der Hellersdorfer/Gülzower Straße zurückgekehrt ist. (Foto: hari)

Hellersdorf. Mit dem "Windspiel" hat Hellersdorf ein Wahrzeichen zurückerhalten. Die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land ließ die Skulptur überarbeiten.

Die Skulptur "Windspiel" steht seit Mittwoch, 24. Oktober, wieder an ihrem Platz an der Ecke Hellersdorfer/Gülzower Straße. Damit löste die Wohnungsgesellschaft Stadt und Land ihr Versprechen ein, das Kunstwerk reparieren und wieder aufstellen zu lassen. Das Kunstwerk war vor zweieinhalb Jahren abgebaut worden. Extreme Witterung hatte nach rund 15 Jahren ihren Tribut gefordert. Ein Metallteil hatte sich verzogen und eine Verschraubung sich gelöst. Dadurch war das "Windspiel" nicht mehr standsicher und musste ins Depot.

Die Skulptur besteht aus drei großen Latten und einem geschwungenen Rohr. Diese werden durch Scharniere zusammengehalten. Es ist 18 Meter hoch und misst in der Breite elf Meter. Die mehrgliedrige Edelstahlkonstruktion ist auf einem hohen Betonsockel mit schweren Schrauben befestigt. Das Ganze ist so gebaut, dass die Teile vom Wind bewegt werden können. Sie setzen dem fließenden Verkehr eine sehr langsame und ständige Bewegung entgegen und die günstigen Windverhältnisse sorgen für den gewünschten Bewegungsfluss. Im Stadtteil soll die kinetische Edelstahlskulptur ein Symbol für Dynamik und Modernität sein.

Schöpfer des "Windspiels" ist Rolf Lieberknecht, Professor für Bildhauerei und dreidimensionale Gestaltung an der Universität Duisburg-Essen. Charakteristisch für seine Arbeiten sind windkinetische Skulpturen und Laserinstallationen.

Lieberknecht hat die Skulptur 1994-1995 entworfen und bei der Firma Butting in Knesebeck bei Wolfsburg bauen lassen. Butting ist eine Spezialfirma für die Bearbeitung von Edelstahl und auch in der Weltraumtechnik tätig. "Die Arbeit ist allein schon von der Statik eine Herausforderung", sagt Lieberknecht.

Auch für die Sanierung des Kunstwerks kam für ihn wieder nur Butting in Frage. Um die in der Vergangenheit aufgetretenen Probleme zu vermeiden, wurden am Windspiel bei der Aufbereitung einige kleine Änderungen vorgenommen. So ersetzten die Techniker Schweißnähte durch Verbindungen in modernster Klebetechnik. Beim Schwungrohr wurden die Maße präzisiert.

"Der Stadt und Land bin ich sehr dankbar, dass sie mein Windspiel wieder instand setzen und aufstellen ließ", sagt Lieberknecht. Immerhin sei es seine größte Skulptur, auf die er besonders stolz sei.


Harald Ritter / hari
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