Auf den Spuren der Karower Geschichte

Sie spielt in der Karower Geschichte eine wichtige Rolle: Die Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert mit ihrem markanten Turm, der 1845/47 errichtet wurde. (Foto: Bernd Wähner)

Karow. In seiner Schriftenreihe „Zwischen Panke und Laake“ hat der Historiker Dr. Hans Maur nun den ersten Teil der Karower Ortschronik herausgegeben.

Wer mehr über Karow erfahren möchte, dürfe mit dem nun ersten Teil der Karower Ortschronik fündig werden. Denn mit dieser Ausgabe wird der Abschnitt „Von der Vorgeschichte zum Deutschen Kaiserreich (1871)“ behandelt. Es ist zwar erst 640 Jahre her, dass der heutige Ort Karow erstmals urkundlich erwähnt wurde, „aber die ersten Ansiedlungen in diesem Bereich liegen noch weitere Jahrhunderte zurück“, berichtet Dr. Hans Maur, der insgesamt 30 Hefte zur Karower Geschichte herausgegeben hat. „Jäger, Sammler und Ackerbauern werden wohl die ersten gewesen sein, die sich in der näheren Umgebung ansiedelten. Archäologische Funde verweisen darauf, dass Karow eine lange Siedlungsgeschichte hat.“ So weist der Autor in seinem Heft auf, dass hier einst Stämme von Germanen und Slawen siedelten, bis schließlich im 14. Jahrhundert die Askanier kamen. „Unser Karow entstand in seiner Struktur als ein aus dem Mittelalter überliefertes Straßendorf“, berichtet Dr. Maur. Allerdings ist es erst 1375 im kaiserlichen Landbrief erstmals urkundlich erwähnt worden. Demnach war „Kare“, wie der Ort damals hieß, mit seinen 135 Bewohnern zunächst Rittersitz mit Bauern und Kossäten. Hier herrschten Landadel und katholischer Klerus, der später durch die reformierte evangelisch lutherische Kirche abgelöst wurde.

Im Lauf der Jahrhunderte änderte sich übrigens mehrmals der Ortsname. Aus Kare wurde Care (1450), Carow (1459), Charow (1527), Carow (1608 und 1899) sowie Karow (1805 und seit 1905). Rittergutsbesitzer in Karow war zunächst das Geschlecht derer von Kare. Ihnen folgten im Laufe der Jahrhunderte die Familien von Röbel, von Pöllnitz, von Viereck und von Voß.

Wie sich unter ihnen der Ort bis zum deutschen Kaiserreich von 1871 entwickelte, erzählt Dr. Hans Mauer chronologisch in Stichpunkten und kleinen Geschichten. Die Chronik erscheint im Eigenverlag. Bestellen können heimatgeschichtlich Interessierte das neue Heft mit dem ersten Teil der Karower Ortschronik gegen eine Herstellungsgebühr von drei Euro per Brief bei Dr. Hans Maur, Straße 43, Nr. 14, 13125 Berlin oder per Telefon  941 33 97. Das Heft ist außerdem in der Buchhandlung an der Achillesstraße 60 für ebenfalls drei Euro erhältlich. BW
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