Kunst in Karower Geschäften

Karow. Wer die Achillesstraße in diesen Tagen entlangschlendert, entdeckt Ungewöhnliches in Schaufenstern.

Dort hängen gemalte Kunstwerke und stehen Skulpturen. Geschaffen wurden sie von Mitgliedern der „Kunstgruppe Karow“. Zu dieser fanden sich Menschen mit Beeinträchtigungen zusammen, die von der gemeinnützigen Gesellschaft Lebenshilfe betreut werden. Mit den Kunstwerken geben sie einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt.
„In der Kunstgruppe setzten wir uns mit Formen, Farben und Materialien auseinander. Wir besuchten Ausstellungen und beschäftigten uns mit Künstlern und deren Leben“, berichtet Anne Friedrich, die die Kunstgruppe leitet. So sind zum Beispiel im Buchladen „Schmökerzeit“ an der Achillesstraße 60 Interpretationen von Porträts der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo zu besichtigen. Diese hatte ihre körperliche Beeinträchtigung in ihrer Kunst verarbeitet.
Als Ergebnis einer Zusammenarbeit mit der Keramikwerkstatt im Frei-Zeit-Haus Weißensee entstanden des Weiteren Keramiken zum Thema „Das Haus, in dem ich leben will“. Diese sind im Kirchlichen Begegnungszentrum an der Achillesstraße 53 zu besichtigen.

„Die Ausstellung zeigt nicht nur, dass Kunst keine Behinderung kennt. Sie ist auch das beste Beispiel für gelebte Inklusion“, sagt Britta Riebe, Regionalleiterin der Lebenshilfe Berlin. „Dass sich so viele Geschäfte an der Achillesstraße beteiligen, ist für uns ein Beleg, dass Menschen mit Beeinträchtigungen im Kiez selbstverständlich dazu gehören.“

Die Ausstellung mit den Arbeiten der Kunstgruppe Karow ist bis zum 30. Juni im Kirchlichen Begegnungszentrum sowie in den Geschäften entlang der Achillesstraße zu sehen.

BW
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