Bürgerinitiative wollte gegen Toilettennot vorgehen

Wenig einladend wirken die Toiletten-Container an der Badestelle Moorloch. Sie reichen offensichtlich nicht für die Badegäste aus. (Foto: BiPGGS)

Kladow. Wegen der desolaten hygienischen Zustände im Bereich der Badestelle Moorloch am Groß Glienicker See hat die "Bürgerinitiative Pro Groß Glienicker See" (BiPGGS) dem Bezirksamt angeboten, dort auf eigene Kosten zwei zusätzlichen Dixi-Klos aufzustellen. Doch das lehnt das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt ab.

"Wir wollten mit unserem Angebot - im Interesse der Reinhaltung des Sees und wegen der für jeden Badegast unzumutbaren Zustände - die Situation verbessern", sagt die Vorsitzende der Bürgerinitiative, Anjuschka Wagner. Die Kosten für das Aufstellen und Reinigen der Dixi-Klos bis zum Ende der diesjährigen Badesaison habe die Initiative übernehmen wollen. Begründet werde die Ablehnung in einem Schreiben des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt damit, dass eine Regelung mit dem Besitzer eines dortigen Restaurants vereinbart worden sei. Danach sei dieser verpflichtet, Badegästen die Benutzung seiner Toiletten kostenfrei zu gestatten. Zudem müsse er von Mai bis Ende September zusätzlich eine behindertengerechte Mobiltoilette und während der Sommerferien eine weitere Mobiltoilette aufstellen. "Offenbar reicht diese Regelung nicht aus", sagt Wagner. Immer wieder werde beobachtet, dass Badegäste ihre Notdurft zwischen parkenden Fahrzeugen, in den Grünanlagen oder gar im Wasser verrichteten.

Während das Bezirksamt darauf verweist, dass es die Einhaltung der Vereinbarung mit dem Restaurantbesitzer "künftig verstärkt kontrollieren" werde, besteht die Bürgerinitiative auf eine grundsätzliche Verbesserung der Versorgung mit Toiletten-Containern. "Wir meinen, dass die zur Verfügung stehenden Toiletten nach Art und Anzahl an heißen Tagen keinesfalls ausreichen", sagt die Vorsitzende. Dieses Defizit könne auch ein Restaurantbetrieb nicht auffangen. Hier müsse eine dauerhafte und saubere Lösung her.

Die hält das Bezirksamt jedoch zumindest für dieses Jahr nicht mehr für erforderlich, da aufgrund des Endes der Sommerferien und der Wetterlage nicht mehr mit einem großen Ansturm von Badegästen zu rechnen sei.


Michael Uhde / Ud
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