Buslinie X 34 könnte bald schon am Dorfplatz enden

Kladow. Der Schnellbuslinie X 34, die normalerweise zwischen den Endhaltestellen Kladow Hottengrund und Bahnhof Zoo verkehrt, droht eine weitere Verkürzung.

"Der Straßenzustand an der Endhaltestelle Hottengrund könnte uns bald dazu zwingen, den dortigen Wendekreis vor der Blücher-Kaserne an der Sakrower Landstraße 90 nicht mehr anzufahren", sagt Markus Falkner, Sprecher der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Der Wendekreis für die "großen Gelben" vor der Kaserne ist mit Kopfsteinen gepflastert. "Die sind mittlerweile allerdings derart uneben, dass bei einer auch nur geringen Verschlechterung des Straßenzustands ein Aufsetzen unserer Busse droht", sagt Falkner. Dies könne jederzeit eintreten. Um die Busse nicht zu beschädigen, würde die BVG dann die Linie nicht mehr bis zum Hottengrund verkehren lassen.

"Da für Busse die letzte Wendemöglichkeit am Dorfplatz an der Endhaltestelle der Line 135 zur Verfügung steht, müssten wir die Linie X 34 ebenfalls hier enden lassen", so der BVG-Sprecher weiter. Damit würde aus dem Schnellbus eine "Stummel-Linie". Denn wegen Schäden an der Freybrücke können die Doppeldecker die für Fahrzeuge über 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht gesperrte Brücke über die Havel derzeit nicht befahren. Der X 34 fährt stattdessen zum Rathaus Spandau. "Über die Heerstraße bis zum Zoo können die Busse der Linie X 34 voraussichtlich erst Ende September wieder fahren, wenn bis dahin die Ersatzbrücke fertig ist", sagt Falkner.

Eine Lösung des Problems an der Endhaltstelle Hottengrund ist nicht in Sicht. Das Straßengelände, auf dem die Busse wenden, gehört dem Bund. "Wir haben den Bund bereits angeschrieben und auf die prekäre Lage hingewiesen, aber bislang noch keine Antwort erhalten", bedauert der BVG-Sprecher.

Bei einer Ortsbesichtigung in Kladow habe man ihm mitgeteilt, dass der Bund nicht bereit sei, die Sanierung des Buswendeplatzes zu bezahlen, so der Spandauer SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz. Er habe sich daher an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Verkehrssenator Michael Müller (SPD) gewandt und beide aufgefordert, eine Einigung zu erzielen.


Michael Uhde / Ud
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