Schüler machten aus Mauer ein Kunstwerk

Kladow. Eine "künstlerische Generationenbrücke" verbindet seit Ende September Jugendliche des Hans-Carossa-Gymnasiums mit Senioren im Vivantes-Forum für Senioren Haus Ernst Hoppe am Lanzendorfer Weg 30.

Seit dem 28. September bringt ein 20 mal 3 Meter großes Wandbild mehr Farbe in das Leben der Bewohner des Kladower Seniorenwohnhauses. Der Kontakt zwischen Seniorenwohnhaus und dem Gymnasium, Am Landschaftspark Gatow 40, war schnell hergestellt. Besucht doch ein Kind der Vivantes-Mitarbeiterin Eva Jegou die Kladower Schule. Und dort nahm Kunst- und Geschichtslehrerin Anke Haverkamp die Idee begeistert auf. Sie hatte keine Probleme, 44 Schüler aus der Klasse 6 a des grundständigen Gymnasiums und des Leistungskurses Kunst für die Mitarbeit zu motivieren."Beide Gruppen haben ihre Ideen entwickelt, wie die große, graue Wand neben dem Tiergehege im Haus Ernst Hoppe gestaltet werden soll", sagt Anke Haverkamp. Drei Hauptmotive hätten dabei eine zentrale Rolle gespielt. Das Wandbild sollte die Themen Alt trifft Jung, Märchen und Berliner Wahrzeichen thematisieren. "Nach mehreren Treffen beider Gruppen haben sich alle auf das jetzige Wandbild geeinigt", sagt die Kunstlehrerin.

Und der fand die Zustimmung von Eva Jegou, Pflegedienstleiterin Bärbel Kuhlmann sowie Petra Lepach, Managerin des Hauses Ernst Hoppe. In der Projektwoche vom 24. bis 28. September brachten die 44 Carossa-Schüler dann mit großem Engagement und sichtlichem Spaß ihr Bild mit Farben und Pinseln, die die Charlottenburger Malerfirma Peter Stock spendierte, auf die Wand. Aufmerksam verfolgt und lobend kommentiert wurde ihre Arbeit von zahlreichen Bewohnern der Einrichtung. "Schon damit haben wir das Ziel erreicht, eine Brücke zwischen den Generationen zu bauen", freut sich Eva Jegou.

Geschickt verbunden haben die jungen Künstler in ihrem farbenfrohen Wandbild alle drei Hauptmotive. An der linken Seite sitzt ein älterer Mann mit einem Kind auf dem Schoß. Er liest in einem Märchenbuch, aus dem eine Darstellung von Märchenszenen entspringt, die sich über die gesamte Wand fortsetzen. Eingebettet in diese Szenen sind Berliner Wahrzeichen.


Michael Uhde / Ud
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